Rückblick: Salzburger Festspiele Pfingsten 2026

Das waren die Salzburger Festspiele Pfingsten 2026

Mit der Unterstützung von ROLEX

© SF/Marco Borrelli

„Bon Voyage!“ hieß es bei den Salzburger Pfingstfestspielen 2026, die mit euphorischem Publikumszuspruch und einer Auslastung von 99 Prozent heute ihren Abschluss finden.

Cecilia Bartoli, die Künstlerische Leiterin der Salzburger Festspiele Pfingsten, resümiert: „Seit einigen Jahren besuchen wir während der Pfingstfestspiele metaphorisch bestimmte Städte und Länder oder ferne Jahrhunderte. In wenigen Tagen – anlässlich meines Geburtstags – auf meine eigene Lebensreise blickend, habe ich mich diesmal dem Thema Reisen in vielerlei Gestalt genähert. Auch wenn wir nicht mehr wie die bunte Gästeschar in Il viaggio a Reims mit der Kutsche fahren, bringt uns Musikschaffenden das Reisen genau wie Rossinis Oper neben Unterhaltsamem auch unerwartete Herausforderungen und neue Begegnungen. Mit sorgloser Ausgelassenheit, aber auch mit Behutsamkeit gegenüber unseren geliebten Vorbildern begaben wir uns dank Gianluca Capuano, Barrie Kosky und einem fröhlichen, exquisiten Ensemble auf die Reise nach Reims. Sodann fuhren wir mit John Neumeier und dem Hamburg Ballett auf Hans Christian Andersens Spuren zur See und ließen mit Gianluca Capuano, Les Musiciens du Prince – Monaco und der Mailänder Marionettenkompanie Carlo Colla & Figli sowie mit Christina Pluhar und L’Arpeggiata mythische Meeresfahrten aus der Antike lebendig werden. Zu guter Letzt luden wir das Publikum auf eine künstlerische Reise durch mein Leben ein: Unter der Leitung von Davide Livermore und Yvan Cassar schuf ein Ensemble von fantastischen Menschen hinter und auf der Bühne Ciao, bella ciao. Wir staunten über dieses neu erfundene Stück, das Genregrenzen überwindet – und worin ich in Salzburg die Öffentlichkeit neben Arien aus meinem bekannten Repertoire erstmals auch mit italienischen Canzoni, Tanz und Popmusik überraschen durfte. Realisierbar war dies alles nur dank unserer lieben Gäste und ganz besonders dank des treuen, professionellen und unveränderlich der Kunst verschriebenen Teams der Salzburger Festspiele. Ihnen allen und auch Ihnen, verehrtes Publikum, gebührt mein großer Dank!“

Festspielpräsidentin Kristina Hammer würdigt die Künstlerische Leiterin und den großen Erfolg der Pfingstfestspiele: „Cecilia Bartoli ist für Salzburg weit mehr als ein Opernstar – sie ist eine Ausnahmeerscheinung. Mit ihrer unverwechselbaren künstlerischen Handschrift, ihrer unstillbaren Neugier und ihrer Fähigkeit, große Themen mit Verve, Tiefgang und höchster Qualität zu behandeln, prägt sie die Pfingstfestspiele als Künstlerische Leiterin seit vielen Jahren auf einzigartige Weise. Unter dem Motto ‚Bon Voyage!‘ hat sie das Publikum auch heuer wieder auf eine inspirierende Reise mitgenommen, die voller Entdeckungen, Emotionen und künstlerischer Sternstunden steckte. Der große internationale Zuspruch und die begeisterte Resonanz unseres Publikums bestätigen eindrucksvoll die Strahlkraft dieses besonderen Festivals.“

Rund 11.860 Gäste haben die Salzburger Festspiele Pfingsten 2026 besucht. Österreich, Deutschland, Schweiz, Frankreich, Italien, USA, Vereinigtes Königreich, Niederlande, Ungarn und Japan waren die zehn zahlenmäßig am stärksten vertretenen von insgesamt 48 Nationen.

83 Journalist·innen, die Beiträge für Medien in 15 Ländern verfassen, waren bei den diesjährigen Pfingstfestspielen akkreditiert. Diese kamen aus Österreich, Deutschland, der Schweiz, Italien, Frankreich, den Niederlanden, Ungarn, Tschechien, Lettland, der Slowakei, dem Vereinigten Königreich, Nord- und Südamerika sowie aus Japan.

Im Sommer wird das Dramma giocoso Il viaggio a Reims am 5. August wiederaufgenommen. Weitere Vorstellungen finden am 8., 11., 13. und 16. August im Haus für Mozart statt.
Nach der Galavorstellung am 8. August wird Cecilia Bartoli mit einem Galadinner in der Residenz zu Salzburg geehrt.