Biografie

Cecilia Bartoli

Stand: März 2020

Als herausragende Künstlerin und Sängerin ist Cecilia Bartoli mittlerweile Vorbild für eine gesamte Generation junger Musikerinnen und Musiker geworden. Es sind jedoch nicht nur ihre virtuose Gesangstechnik, ihre berührende Musikalität und ihre hinreißende Bühnenpräsenz, die sie zum Ideal einer modernen Opernsängerin machen, sondern auch ihr Vermögen, Kunst und Konzept, Kreativität und Recherche, Leidenschaft und Engagement zusammenzubringen.

Cecilia Bartoli ist gebürtige Römerin und Tochter der Gesangspädagogin Silvana Bazzoni. Ihr Debüt gab sie 1987 als Rosina in Rossinis Il barbiere di Siviglia in Rom. Was darauf folgte, ist eine unvergleichliche Karriere: Kurz nacheinander wurden Daniel Barenboim, Herbert von Karajan und Nikolaus Harnoncourt auf sie aufmerksam. Seither nahm sie Einladungen u.a. der Salzburger Festspiele, der Metropolitan Opera in New York und des Royal Opera House, Covent Garden, sowie von Konzertveranstaltern aus ganz Europa, den USA, Asien und Australien wahr. Seit 30 Jahren tritt sie regelmäßig am Opernhaus Zürich auf. Das Amsterdamer Concertgebouw, die Philharmonie de Paris, der Wiener Musikverein, die Elbphilharmonie in Hamburg und die Berliner Philharmonie zählen zu den Stationen ihrer jährlichen Konzerttourneen.

1988 unterschrieb Cecilia Bartoli einen exklusiven Plattenvertrag beim Label Decca. Mit ihrem Vivaldi Album von 1999, Ergebnis einer faszinierenden Expedition durch Vivaldis damals noch unbekannte Opern, begründete Cecilia Bartoli ihren Ruf als abenteuerlustige Entdeckerin. Es folgten erlesene, durchdachte Konzeptalben, die Themen aus dem Barock und der Ära des Belcanto neu beleuchteten, z.B. Opera proibita, Maria, Sacrificium, Mission, St. Petersburg und 2019 Farinelli. Die mehr als zwölf Millionen verkauften Bild- und Tonträger machen sie zur erfolgreichsten Klassik-Künstlerin der Gegenwart.

Cecilia Bartoli ist seit 2012 künstlerische Leiterin der Salzburger Pfingstfestspiele, wo ihr Vertrag bis 2026 verlängert wurde. Ihr Talent, künstlerische Exzellenz mit konzeptionellem Denken zu verbinden, hat hier ein ideales Wirkungsfeld gefunden. Gleichzeitig bildet Salzburg einen entscheidenden Rahmen für ihre eigene Bühnenarbeit: Ihr Debüt als Norma 2013 markierte einen Meilenstein in ihrer Karriere. 2019 verkörperte sie die Titelrolle in einer hochgelobten Produktion von Händels Alcina.

Seit vielen Jahren engagiert sich Cecilia Bartoli für die historische Aufführungspraxis. Auf ihre Idee hin wurde 2016 das Ensemble Les Musiciens du Prince-Monaco mit großzügiger Unterstützung des monegassischen Fürstenhauses ins Leben gerufen. Mit Cecilia Bartoli als künstlerischer Leiterin begeistern die Musiciens du Prince bei ihren Auftritten seither regelmäßig Publikum und internationale Presse.

2018 initiierte die Cecilia Bartoli – Musikstiftung das neue Label „Mentored by Bartoli“, als dessen erste CD das Album Contrabandista des mexikanischen Tenors Javier Camarena erschien. Hinter dem Projekt steckt der Gedanke, klassische Musik einem breiten Publikum nahezubringen und mit jungen, talentierten Musikern zusammenzuarbeiten.

Cecilia Bartoli ist designierte Direktorin der Opéra de Monte-Carlo und tritt die Position im Januar 2023 an – als erste Frau in der Geschichte dieses Opernhauses.

Fünf Grammys, mehr als ein Dutzend ECHO Klassik und Brit Awards, der Polar Music Prize, der Léonie-Sonning-Musikpreis, der Herbert-von-Karajan-Preis und viele weitere Ehrungen und Auszeichnungen zeugen von Cecilia Bartolis Bedeutung für die Musikgeschichte. Und dank ihrer unerschöpflicher Neugier und Kreativität warten zahlreiche weitere innovative Ideen auf ihre Realisierung in den kommenden Jahren.

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Cecilia Bartoli Sängerin Mezzosopran
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