Biografie

Gianluca Capuano

Stand: Mai 2022

Gianluca Capuano ist seit 2019 Chefdirigent von Les Musiciens du Prince – Monaco. Er studierte Orgel, Komposition und Dirigieren am Konservatorium seiner Heimatstadt Mailand und spezialisierte sich anschließend auf Alte Musik an der dortigen Scuola Civica. Überdies absolvierte er ein Studium der theoretischen Philosophie an der Universität Mailand. Als Solist und Dirigent ist er in ganz Europa, den USA, Russland und Japan aufgetreten. 2006 gründete er das Instrumental- und Vokalensemble Il canto di Orfeo, mit dem er sich einem breiten Barockrepertoire widmet. Dabei arbeitet er mit einigen der besten Musiker und Sänger aus dem Bereich der historisch informierten Aufführungspraxis zusammen. Mit seinem Vokalensemble wirkte er aber auch in Vacchis Teneke, Raskatovs A Dog’s Heart und Zimmermanns Die Soldaten an der Mailänder Scala mit.

Im August 2016 erwarb sich Gianluca Capuano internationale Anerkennung, als er bei der Eröffnung des Edinburgh Festival kurzfristig als Dirigent in Norma mit Cecilia Bartoli einsprang. Neben weiteren Norma-Aufführungen am Théâtre des Champs-Élysées und in Baden-Baden leitete er auf Einladung von Cecilia Bartoli La Cenerentola mit Les Musiciens du Prince – Monaco auf einer Europa-Tournee. Außerdem dirigierte er Hasses Leucippo, Vivaldis Catone in Utica (mit Concerto Köln) und Gassmanns Gli uccellatori an der Oper Köln, Händels Orlando an der Semperoper Dresden, Così fan tutte für OperaLombardia, Idomeneo beim Maggio Musicale Fiorentino, La clemenza di Tito in Karlsruhe, L’incoronazione di Poppea in Nantes, Donizettis Pigmalione in Kombination mit Mayrs Che originali! beim Donizetti-Festival in Bergamo, Spontinis Le metamorfosi di Pasquale am Teatro La Fenice in Venedig und La finta giardiniera am Opernhaus Zürich.

Am Pult von Les Musiciens du Prince – Monaco gab Gianluca Capuano zu Pfingsten 2017 sein Salzburger Festspieldebüt mit Ariodante und einer konzertanten Aufführung von La donna del lago. 2018 folgten hier ein dem legendären Tenor Manuel García gewidmetes Arienrezital mit Javier Camarena, das auch auf CD erschien, 2019 Alcina und – mit Il canto di Orfeo – Caldaras Oratorium La morte d’Abel, 2020 eine Mozart-Matinee am Pult des Mozarteumorchesters und 2021 Händels Il trionfo del Tempo e del Disinganno sowie eine konzertante Aufführung von La clemenza di Tito.

In der Spielzeit 2021/ 22 dirigierte Gianluca Capuano Le nozze di Figaro am Bolschoi-Theater in Moskau, Il turco in Italia an der Bayerischen Staatsoper, L’italiana in Algeri in Zürich und L’elisir d’amore in Hamburg. Zu seinen Engagements der jüngeren Zeit zählen auch Il matrimonio segreto und Il trionfo del Tempo e del Disinganno in Köln, eine choreografische Version von Bachs Weihnachtsoratorium in Hamburg, Ariodante in Monte Carlo, Orfeo ed Euridice am Teatro dell’Opera in Rom, Il matrimonio segreto an der Niederländischen Nationaloper, Guillaume Tell bei den Chorégies d’Orange, Il barbiere di Siviglia in Palermo, Mozarts Requiem in Bari, L’elisir d’amore am Teatro Real in Madrid, La Cenerentola und Iphigénie en Tauride in Zürich, Cimarosas Il maestro di cappella in Kombination mit Wolf-Ferraris Il segreto di Susanna in Genua, Ariodante am Bolschoi-Theater und Pergolesis Stabat Mater beim Lucerne Festival 2021.

Im April 2021 erschien seine zweite CD für Decca: ein der legendären Pauline Viardot gewidmetes Album mit der Mezzosopranistin Varduhi Abrahamyan und Les Musiciens du Prince – Monaco.

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Dirigent Gianluca Capuano
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