Gianluca Capuano

Musikalische Leitung

© Gianandrea Uggetti

Gianluca Capuano wurde mit dem Premio Abbiati als bester Dirigent des Jahres 2022 ausgezeichnet und ist seit 2019 Chefdirigent von Les Musiciens du Prince — Monaco. Er studierte Orgel, Komposition und Dirigieren am Konservatorium seiner Heimatstadt Mailand und spezialisierte sich anschließend auf Alte Musik an der dortigen Scuola Civica. Überdies absolvierte er ein Studium der theoretischen Philosophie an der Universität Mailand.

Als Solist und Dirigent ist er in ganz Europa, den USA, Russland und Japan aufgetreten. 2006 gründete er das Instrumental- und Vokalensemble Il Canto di Orfeo, mit dem er sich einem breiten Barockrepertoire widmet. Dabei arbeitet er mit einigen der besten Musiker·innen und Sänger·innen aus dem Bereich der historisch informierten Aufführungspraxis zusammen. Mit seinem Vokalensemble wirkte er auch in Raskatovs A Dog’s Heart und Zimmermanns Die Soldaten an der Mailänder Scala mit.

Im August 2016 machte Gianluca Capuano international auf sich aufmerksam, als er bei der Eröffnung des Edinburgh Festival kurzfristig als Dirigent in Norma mit Cecilia Bartoli einsprang. Diese lud ihn daraufhin ein, weitere Norma-Aufführungen am Théâtre des Champs-Élysées und in Baden-Baden zu leiten. Seither hat er mit Bartoli und Les Musiciens du Prince im Rahmen von zahlreichen Opernproduktionen und Konzerten zusammengearbeitet. Bei den Salzburger Festspielen dirigierte er sie seit 2017 in szenischen Produktionen von Ariodante, Alcina, Il trionfo del Tempo e del Disinganno, Il barbiere di Siviglia, Orfeo ed Euridice, La clemenza di Tito und dem Vivaldi-Pasticcio Hotel Metamorphosis, in konzertanten Aufführungen von La donna del lago, La clemenza di Tito und Haydns L’anima del filosofo, in einer Marionettenproduktion von Monteverdis L’Orfeo und in mehreren Konzerten.

Zu seinen Engagements der Spielzeit 2025/26 zählen Il barbiere di Siviglia und L’elisir d’amore an der Wiener Staatsoper, La Cenerentola an der Mailänder Scala, Die Entführung aus dem Serail in Turin, Giulio Cesare in Zürich und beim Maggio Musicale Fiorentino, Il trionfo del Tempo e del Disinganno am Teatro dell’Opera in Rom, Die Walküre an der Opéra de Monte-Carlo und Orfeo ed Euridice auf einer Tournee mit Les Musiciens du Prince. Bei den Salzburger Pfingstfestspielen 2026 leitet er Il viaggio a Reims und eine Marionettenproduktion von Il ritorno d’Ulisse in patria.

Zu jüngeren Engagements zählen auch La Cenerentola in Zürich, München, Wien und Florenz; L’italiana in Algeri in Zürich; Il barbiere di Siviglia, L’elisir d’amore, L’Orfeo, Giulio Cesare, La clemenza di Tito, Das Rheingold und Bachs Weihnachtsoratorium in Monte Carlo; Giulio Cesare (mit Les Musiciens du Prince) und Don Pasquale an der Wiener Staatsoper; Semele und Norma in München; Orfeo ed Euridice in Valencia sowie Giulio Cesare und Orfeo ed Euridice auf Konzerttourneen mit Les Musiciens du Prince in vielen wichtigen Musikzentren Europas.

Weitere Projekte der Vergangenheit waren Il matrimonio segreto and Il trionfo del Tempo e del Disinganno in Köln; das Weihnachtsoratorium und L’elisir d’amore in Hamburg; Ariodante, Il turco in Italia, La Cenerentola, Alcina und La clemenza di Tito — alle mit Les Musiciens du Prince — in Monte Carlo sowie auf Tourneen; Orfeo ed Euridice und Alceste in Rom; Il matrimonio segreto an der Niederländischen Nationaloper; Guillaume Tell bei den Chorégies d’Orange; Il barbiere di Siviglia in Palermo; Mozarts Requiem in Bari; L’elisir d’amore in Madrid; La Cenerentola und Iphigénie en Tauride in Zürich; Cimarosas Il maestro di cappella in Kombination mit Wolf-Ferraris Il segreto di Susanna in Genua; Pergolesis Stabat Mater in Luzern; Le nozze di Figaro und Ariodante in Moskau sowie Alcina in Florenz.

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Stand: Mai 2026

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