Christina Pluhar

Programmkonzeption, Arrangements & musikalische Leitung

Christina Pluhar Theorbe / Musikalische Leitung
© Michal Nowak 2021

Die österreichische Dirigentin, Lautenistin, Harfenistin und Komponistin Christina Pluhar zählt zu den innovativsten Musikerinnen der Alte-Musik-Szene. Mit ihren Interpretationen und Arrangements brach sie die routinierte historische Aufführungspraxis auf und gab der Musik des 17. Jahrhunderts eine neue Farbigkeit.

Sie trat zunächst als Solistin und Basso-continuo-Spielerin mit Ensembles wie Il Giardino Armonico, Hespèrion XXI und Les Musiciens du Louvre auf und war von 1997 bis 2005 als Assistentin von Ivor Bolton u. a. an der Bayerischen Staatsoper, der Hamburgischen Staatsoper, der Pariser Opéra und beim Maggio Musicale Fiorentino tätig.

Im Jahr 2000 gründete sie das Ensemble L’Arpeggiata, mit dem sie seitdem regelmäßig auf renommierten Bühnen und bei internationalen Festivals zu Gast ist und Barockmusik einem breiteren Publikum öffnete. 2012 erhielt L’Arpeggiata als erstes Alte-Musik-Ensemble eine Residenz in der Carnegie Hall in New York.

In der Saison 2025/26 trat sie mit L’Arpeggiata u. a. am MusikTheater an der Wien und im Muziekgebouw in Amsterdam auf. Im Rahmen der Barocktage 2026 wird sie im November mit Cavallis La Calisto an der Berliner Staatsoper zu Gast sein.

Zu den jüngsten Höhepunkten zählten 2023 Händels Belshazzar am MusikTheater an der Wien sowie 2022 Mozarts Il re pastore und 2025 Monteverdis L’Orfeo bei der Mozartwoche Salzburg. Frühere Highlights beinhalteten die Einspielung von Emilio de’ Cavalieris Rappresentatione di Anima, et di Corpo sowie Luigi Rossis Il palazzo incantato mit dem Marionettenspieler Mimmo Cuticchio, das Auftragswerk Orfeo Chamán in Bogotá, das Tanzstück Music for a While mit der Choreografin Mei Hong Lin, das den Österreichischen Musiktheaterpreis erhielt, und die erste moderne Wiederaufführung von Georg Caspar Schürmanns Die getreue Alceste (1719) am Rokokotheater Schwetzingen.

Ihre umfangreiche Diskografie mit L’Arpeggiata, die bei Alpha, Naïve und Erato /Warner Classics erschien, wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 2009, 2010 und 2011 wurde Christina Pluhar mit dem ECHO Klassik geehrt, 2018 erhielt ihr Ensemble den OPUS Klassik.

Christina Pluhar wurde 1965 in Graz geboren, studierte zunächst Konzertgitarre und Laute, anschließend Alte Musik an der Schola Cantorum Basiliensis und Barockharfe an der Scuola Civica in Mailand. Seit 1999 unterrichtet sie Barockharfe am Koninklijk Conservatorium Den Haag.

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Stand: Mai 2026

Fotos und Videos

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