Martha Argerich mit der Festspielnadel mit Rubinen ausgezeichnet
Martha Argerich wurde die Festspielnadel mit Rubinen verliehen. Das Direktorium der Salzburger Festspiele und Konzertchef Axel Hiller überreichten der Pianistin diese Auszeichnung nach ihrem Konzert mit Renaud Capuçon am 21. August.
Martha Argerich wurde die Festspielnadel mit Rubinen verliehen. Das Direktorium der Salzburger Festspiele und Konzertchef Axel Hiller überreichten der Pianistin diese Auszeichnung nach ihrem Konzert mit Renaud Capuçon am 21. August.
„Es ist den Salzburger Festspielen eine große Ehre, Martha Argerich mit der Festspielnadel mit Rubinen auszuzeichnen. Wir sind dankbar, dass uns Martha Argerich seit 55 Jahren als Festspielkünstlerin verbunden ist. Die Grande Dame des Klavierspiels lässt jedes ihrer Konzerte zu einer singulären Sternstunde werden. Ad multos annos“, würdigten sie das Direktorium Kristina Hammer, Karin Bergmann, Lukas Crepaz und Axel Hiller. 1971 hatte Martha Argerich ihren ersten Auftritt bei den Salzburger Festspielen, in dem sie gemeinsam mit der Tschechischen Philharmonie Prag unter Claudio Abbados Leitung spielte.
Mit der Auszeichnung Festspielnadel mit Rubinen wurden die Festspielkünstler·innen Cecilia Bartoli, Grigory Sokolov, Riccardo Muti, Christa Ludwig, Anne-Sophie Mutter, Zubin Mehta, Mariss Jansons, Daniel Barenboim, Franz Welser-Möst, Wolfgang Rihm und András Schiff geehrt.
Martha Argerich wurde in Buenos Aires geboren und begann mit fünf Jahren ihre pianistische Ausbildung bei Vincenzo Scaramuzza. Als „Wunderkind“ gab sie schon bald öffentliche Konzerte. In London, Wien und der Schweiz setzte sie ihr Studium bei Friedrich Gulda, Nikita Magaloff, Arturo Benedetti Michelangeli und Stefan Askenase fort. Der internationale Durchbruch gelang ihr als Gewinnerin des Concours de Genève 1957 und des Internationalen Klavierwettbewerbs Ferruccio Busoni sowie 1965 des Internationalen Chopin-Wettbewerbs in Warschau.
Martha Argerich ist regelmäßig bei den bedeutendsten Orchestern und Festivals in Europa, Japan und den USA zu Gast und tritt in Israel unter Dirigenten wie Zubin Mehta und Lahav Shani auf. Als Kammermusikerin musizierte sie regelmäßig mit Nelson Freire, Ivry Gitlis, Mischa Maisky, Gidon Kremer und Daniel Barenboim, mit denen sie auch Aufnahmen einspielte: „Es ist sehr wohltuend für mich, Teil eines Ensembles zu sein.“ Sie wird besonders
für ihre Interpretationen virtuoser Klavierkompositionen des 19. und 20. Jahrhunderts geschätzt.
1996 wurde sie von der französischen Regierung zum Officier des Arts et des Lettres und 1997 zum Ehrenmitglied der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom ernannt. 1998 wurde sie Künstlerische Leiterin des Musikfestivals in Beppu (Japan), 1999 rief sie den Internationalen Klavierwettbewerb und das Festival Martha Argerich in Buenos Aires ins Leben und 2002 gründete sie das Progetto Martha Argerich in Lugano. Vom französischen Ministerium für Kultur und Kommunikation wurde sie 2004 mit der Auszeichnung Commandeur de l’Ordre des Arts et des Lettres geehrt. 2005 erhielt sie vom japanischen Kaiser den Orden der aufgehenden Sonne und von der Japan Art Association den prestigeträchtigen Praemium Imperiale. Im Dezember 2016 verlieh ihr Barack Obama in Washington den Kennedy-Preis. Seit Oktober 2018 ist sie Trägerin des Verdienstordens der Italienischen Republik.