PAX – Die Konzertreihe Ouverture spirituelle stellt dieses Jahr den Frieden ins Zentrum. Den Wert des Friedens erleben wir am stärksten über dessen Konterpart, den Krieg. In seinem War Requiem verbindet Benjamin Britten angesichts der Opfer zweier Weltkriege Klage und Anklage. Der Komponist ging als bekennender Pazifist in die USA, als der Zweite Weltkrieg ausbrach, kehrte jedoch 1942 zurück und wurde in seiner Heimat als Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen anerkannt. Brittens Aussage vor dem Tribunal: „Da ich glaube, dass der Geist Gottes jedem Menschen innewohnt, kann ich nicht zerstören. Ich halte es auch für meine Pflicht, nicht dabei zu helfen, menschliches Leben auszulöschen.“ Bis heute gilt das War Requiem als das Meisterwerk des Briten. Seine Musik klingt zugleich modern und traditionell, sie ist eingängig, neu und doch irgendwie vertraut. Britten selbst sagt zu seinem Werk lediglich: „Ich hoffe, es wird die Menschen anregen, ein wenig nachzudenken.“ Er hatte es vier seiner Freunde gewidmet, die im Ersten Weltkrieg gefallen waren. In der Generalprobe des aufwendig besetzten Friedensepos erleben Sie das City of Birmingham Symphony Orchestra, den CBSO Chorus, den Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor unter der Leitung von Mirga Gražinytė-Tyla. Die Solistenparts übernehmen Elena Stikhina (Sopran), Allan Clayton (Tenor) und Florian Boesch (Bariton).