Kollegienkirche

Über die Spielstätte

Kollegienkirche

Zwischen 1694 und 1707 als Universitätskirche errichtet, verdankt Salzburg die Kollegienkirche dem Barockarchitekten und Bildhauer Johann Bernhard Fischer von Erlach, der in der Stadt u.a. auch die Dreifaltigkeitskirche und die Ursulinenkirche entwarf. Max Reinhardt und Hugo von Hofmannsthal sahen in der Kollegienkirche den geeigneten Ort für die Inszenierung ihres Mysterienspiels Das Salzburger große Welttheater (1922) – als Bedingung von kirchlicher Seite wurde eine Restaurierung des Gotteshauses „in unmittelbarer zeitlicher Verbindung mit der Aufführung“ gefordert. Max Reinhardt verzichtete auf sein Honorar und Hugo von Hofmannsthal widmete seine Tantiemen je zur Hälfte der Renovierung und der Festspielhaus-Gemeinde, so dass die Kirchenerneuerung letztlich zu je einem Drittel von Hofmannsthals Tantiemen, Mitteln aus der Festspielhaus-Gemeinde und Staatsgeldern finanziert wurde.

Dennoch diente die Kollegienkirche in den folgenden Jahren nicht mehr als Spielstätte. Konzerte geistlicher Musik fanden in der Zwischenkriegszeit im Dom und nach 1945 in der Aula der Universität statt. Eine szenische Aufführung gab es erst wieder 1969 mit Emilio de’ Cavalieris Rappresentazione di Anima e di Corpo in der Bearbeitung von Bernhard Paumgartner – einer Art geistlichen Oper, die im Jahre 1600 in Rom uraufgeführt worden war und bei den Kardinälen trotz spektakulärer Inszenierung mit kleinen Tanzeinlagen größten Anklang fand. Nach Händels Jephta (1984–1986) und Saul (1985) wurde 1987 George Taboris Interpretation von Franz Schmidts Das Buch mit sieben Siegeln in der Kollegienkirche inszeniert. Die sehr umstrittene Produktion wurde unmittelbar nach der Premiere auf Geheiß des Erzbischofs und des Rektors abgesetzt und nur noch konzertant dargeboten. Seit den siebziger Jahren wurde die Kollegienkirche für Kirchen- und Chorkonzerte der Salzburger Festspiele genutzt.

Das Festival Zeitfluss unter Tomas Zierhofer-Kin und Markus Hinterhäuser belebte ab 1993 die Spielstätte Kollegienkirche mit Werken zeitgenössischer Musik. Seit Markus Hinterhäuser 2007 die Konzertplanungen der Salzburger Festspiele übernommen hat, stellt die Kollegienkirche die zentrale Spielstätte der Reihe Kontinente dar. Im Jahr 2008 erfolgte im Rahmen des Kontinents Sciarrino die umjubelte Produktion von Salvatore Sciarrinos Oper Luci mie traditrici in der Regie und im Bühnenbild der großen bildenden Künstlerin Rebecca Horn.

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So kommen Sie dorthin

Adresse & Kontakt

Kollegienkirche
Wr.-Philharmonikergasse 2, 5020 Salzburg

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Tel.: +43 662 8045 0
info@salzburgerfestspiele.at

Öffentlich erreichbar

Obus-Haltestelle Herbert-v.-Karajan-Platz
Linie 1, 8, 10, A, 22, 23

Zum Fahrplan >

Zahlreiche weitere Buslinien verkehren von den fußläufig erreichbaren Obus-Haltestellen Ferdinand-Hanusch-Platz und Rathaus.

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Altstadtgarage A+B (Mönchsberg)
Hildmannplatz 1, 5020 Salzburg

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Öffnungszeiten: täglich 0-24 Uhr

Weitere Parkmöglichkeit:
Rot-Kreuz-Parkplatz
Franz-Josef-Kai, 5020 Salzburg
Öffnungszeiten: täglich 0-24 Uhr

Fotos

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Weitere Informationen

Wann beginnt der Einlass?
Die Foyers der jeweiligen Spielstätten sind ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn geöffnet. Der Zutritt zu den einzelnen Sälen wird in der Regel ab 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn freigegeben.
Was tue ich, wenn ich zu spät komme?
Wir empfehlen Ihnen genügend Zeit einzuplanen und ca. 30 Minuten vor den Vorstellungen in der jeweiligen Spielstätte einzutreffen. Sollte es dennoch vorkommen, dass Sie erst nach Vorstellungsbeginn eintreffen, wenden Sie sich bitte umgehend an die MitarbeiterInnen des Saaldienstes, die Sie über das weitere Vorgehen informieren werden. Wir bemühen uns um die Möglichkeit eines Nacheinlasses, es kann aber Produktionen geben, bei denen ein Nacheinlass aus künstlerischen Gesichtspunkten bzw. Störung des restlichen Publikums nicht möglich ist.
Bekomme ich mein Geld zurück, wenn eine Vorstellung abgesagt wird?
Wir unternehmen unser Möglichstes, um alle Veranstaltungen wie geplant durchzuführen. Sollte es dennoch zu dem außerordentlichen Fall einer Vorstellungs-Absage kommen, erhalten Sie den Eintrittskartenpreis zurück. Weitergehende Ansprüche Ihrerseits sind ausgeschlossen, sofern wir den Grund für den Ausfall der Veranstaltung nicht zu vertreten haben. Für die Refundierung muss die Original-Eintrittskarte binnen 3 Monaten nach dem Termin der abgesagten Vorstellung vorliegen.
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Alle Arten von Bild- und Tonaufnahmen sowie die Benützung von Mobiltelefonen sind während der Aufführungen der Salzburger Festspiele untersagt. Im Falle von Foto-, Fernseh- und Videoaufnahmen durch die Festspiele oder durch berechtigte Dritte erklärt sich der Besucher mit eventuell entstehenden Aufnahmen seiner Person und der damit einhergehenden Verwertung einverstanden.
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