MARIA KALESNIKAVA ist Eröffnungsrednerin der Salzburger Festspiele 2026
„Maria Kalesnikava ist der Beweis, dass es die Kunst ist, die uns Menschen Lebensmut und Halt gibt. Immer wird die Sprache von Musik und Poesie stärker sein als Gewalt, Tyrannei und Willkür. Dass Maria Kalesnikava heuer die Eröffnungsrede der Salzburger Festspiele hält, darf uns in diesen schwierigen Zeiten Zuversicht geben.“
– Karin Bergmann, Interimsintendantin der Salzburger Festspiele
Maria Kalesnikava ist eine belarussische Flötistin, Dirigentin und Kulturmanagerin, deren künstlerisches Wirken sich an der Schnittstelle von Musik, Kunst und gesellschaftlichem Diskurs entfaltet. Sie studierte in Minsk und Stuttgart und schloss ihr Studium mit zwei Masterabschlüssen, und zwar in Alter Musik und Neuer Musik, ab. Als Mitgründerin der InterAKT Initiative und Künstlerische Leiterin des Kulturhubs OK16 in Minsk entwickelte sie eine Reihe wegweisender internationaler Projekte in den Bereichen Kultur, Bildung und soziale Innovation. Dabei verbindet sie zeitgenössische Musik mit Fragen kultureller Identität, gesellschaftlicher Verantwortung und politischer Reflexion.
International bekannt wurde sie im Jahr 2020 als eine der prägenden Stimmen der belarussischen Zivilgesellschaft. Für ihr Engagement erhielt sie unter anderem den Internationalen Karlspreis. Nach mehrjähriger Inhaftierung setzt Maria Kalesnikava ihre künstlerische und gesellschaftliche Arbeit fort und gilt als herausragendes Beispiel für die Verbindung von künstlerischer Exzellenz und zivilem Mut.
Maria Kalesnikava ist Ehrenprofessorin der Universität Salzburg und Ehrendoktorin der Kunstuniversität Graz.
Der Festakt findet am 26. Juli 2026 um 11:00 Uhr in der Felsenreitschule statt.