In der Erzabtei St. Peter wird seit Jahrhunderten eine anspruchsvolle Musiktradition gepflegt. Bereits im 16. Jahrhundert lässt sich eine Kantorei an St. Peter nachweisen. Unter Abt Amand Pachler (1657–73) bestand die Stiftsmusik aus einem Kantor, einem Organisten, einem Praebendisten und 15–20 Instrumentalisten bzw. Sängern. Während der Zeit des Cäcilianismus in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts garantierte St. Peter den Fortbestand der figuralen Kirchenmusik in Salzburg. Im Jahre 1927 wurde die Stiftsmusik als Institution abgeschafft und erst 1995 unter Erzabt Franz Bachler wiederbegründet. Seit 2016 leitet Peter Peinstingl die Stiftsmusik St. Peter. Den 16. Sonntag im Jahreskreis widmet er mit einem Ensemble seiner Stiftsmusik Joseph Haydns Missa brevis Sancti Joannis de Deo B-Dur („Kleine Orgelsolomesse“) und seinem Eja gentes (Graduale pro omne tempore) Hob. XXIIIa C15. Übrigens: In St. Peter wird bei den Salzburger Festspielen traditionellerweise Wolfgang A. Mozarts Missa c-Moll KV 427 aufgeführt. Heuer wird sie mit Werken von Franz Schubert und Anton Bruckner zusammengeführt und vom Pygmalion Choir & Orchestra unter der Leitung von Raphaël Pichon am 29. und 30. Juli zu hören sein.

Einlass nach erlaubter Kapazität.