Zum Fest

100 Jahre Salzburger Festspiele

100 Jahre Salzburger Festspiele · Landesausstellung

GROSSES WELTTHEATER

26. Juli 2020 bis 31. Oktober 2021, Salzburg Museum – Neue Residenz / 1.Stock

Die Landesausstellung zum 100-Jahr-Jubiläum der Salzburger Festspiele ist als „Bühnenstück“ im Museum angelegt. Für ein halbes Jahr wird die Neue Residenz zum Ort der Begegnung mit der vielschichtigen Geschichte der Salzburger Festspiele und ihren Künstlerinnen und Künstlern: Wir erwecken unser Archiv zum Leben, präsentieren Ihnen künstlerische Interventionen, inszenierte Erzählungen, Filmvorführungen und vieles mehr — und laden Sie herzlich ein auf die Festspiel- Bühne im Salzburg Museum.

„Die Landesausstellung ist die Auftaktveranstaltung zu 100 Jahre Salzburger Festspiele. Wir danken allen, die das möglich machen: Land und Stadt für die Finanzierung, dem Salzburg Museum als unserem idealen Partner – vor allem aber danken wir Martin Hochleitner als Kurator sowie unserer eigenen Dramaturgin Margarethe Lasinger für die ebenso fantasievolle wie sorgfältige Konzeptionierung. Wir sind optimistisch, dass diese Schau sowohl Salzburgerinnen und Salzburgern als auch Gästen aus aller Welt spannende Rückblicke und Ausblicke bieten wird“, sagt Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler.

Interventionen der Kunst zu nie gebauten Festspielhäusern

„DER TRAUM VON EINEM FEENTEMPEL“

Mönchsberg, Schlosspark Hellbrunn, Kapuzinerberg, Mirabellgarten, August bis Dezember 2020

Zahlreiche in den vergangenen 130 Jahren angedachte Festspielhausprojekte wurden nicht realisiert. Anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums der Salzburger Festspiele werden vier dieser nicht gebauten Architekturprojekte durch künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum sichtbar und erlebbar gemacht: am Mönchsberg, im Schlosspark Hellbrunn, am Kapuzinerberg und im Mirabellgarten. Sie dokumentieren, wie sich die Festspielhäuser in die Stadt- bzw. Naturlandschaft eingeschrieben hätten.

22. August 2020

100 JAHRE JEDERMANN

Die erste Aufführung von Hugo von Hofmannsthals Jedermann in der Regie von Max Reinhardt am 22. August 1920 auf dem Salzburger Domplatz gilt als die Geburtsstunde der Salzburger Festspiele. 100 Jahre später feiern wir dieses Jubiläum mit Lesungen der Jedermann-Darsteller Klaus Maria Brandauer, Peter Simonischek, Tobias Moretti, Cornelius Obonya, und Philipp Hochmair in der ganzen Stadt, mit der Festvorstellung des Jedermann auf dem Domplatz, einem Jedermann-Streaming am Kapitelplatz, einer literarischen Rede von Elisabeth Orth, die uns in die Zeit der Festspielgründung entführt, und einer Vorführung von Max Reinhardts berühmtem Sommernachtstraum-Film in der Felsenreitschule.

Im Dialog mit der bildenden Kunst

Die Jubiläums-Plakatserie der Salzburger Festspiele

Eine Plakatserie zum 100-jährigen Bestehen der Salzburger Festspiele ist bis Ende August am Makartsteg zu sehen. Fünf international tätige Künstler und Künstlerinnen, die in enger Verbindung mit den Salzburger Festspielen stehen, gestalteten jeweils ein Plakat, das dem Gründungsgedanken der Festspiele nachspürt. „Das Ohr aufwecken, die Augen, das menschliche Denken“, dieses Zitat des Komponisten Luigi Nono ist den fünf Plakaten imaginär eingeschrieben. Der spanische Bildhauer und Künstler Jaume Plensa, der deutsche Maler und Bildhauer Anselm Kiefer, der US-amerikanischer Regisseur, Theaterautor, Maler, Lichtdesigner, Bühnenbildner, Videokünstler und Architekt Robert Wilson, der südafrikanische Künstler William Kentridge und die österreichische Künstlerin Eva Schlegel haben jeweils ein Plakat entworfen.

Die Salzburger Festspiele haben und hatten schon immer einen starken Bezug zur bildenden Kunst. Dieser Dialog zwischen dramatischer und bildender Kunst verstärkte sich ab den 1950er-Jahren kontinuierlich. Man denke nur an die Zauberflöte 1955, die Oskar Kokoschka ausstattete. Fritz Wotruba gestaltete die Bühnenbilder zu Ödipus 1965. Auch Jean Tinguely und Jean-Paul Chambas kreierten wichtige Produktionen für die Salzburger Festspiele. Während der Intendanz von Gerard Mortier wurde dieser Dialog mit den bildenden Künsten weiter intensiviert: etwa durch Achim Freyer, Jörg Immendorff oder Bob Wilson – und er wird bis heute außerordentlich befruchtend fortgesetzt: Daniel Richter, Jonathan Meese, Rebecca Horn, Alfred Hrdlicka, Shirin Neshat und William Kentridge sind nur einige der klingenden Namen. Daher lag der Gedanke nahe, anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums herausragende Künstlerinnen und Künstler einzuladen, Plakate zu gestalten.

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