Reden über das Jahrhundert
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Die Salzburger Festspiele hatten von Beginn an eine außerordentliche Mission: Sinn zu stiften in einer Zeit der Krise. Vier Reden über das Jahrhundert führen auf den 100. Geburtstag der Salzburger Festspiele hin und gehen der Frage nach, ob der Glaube an die Kraft der Kunst, von der unsere Gründerväter überzeugt waren, den Festspielen auch in einem veränderten Jetzt noch Sinn gibt. Sie beschwören die Welt von gestern, von heute und von morgen.

Reden über das Jahrhundert 1

1. August 2020
Alexander Kluge

„Wir Autoren sind nicht die Herrscher der Welt, sondern Erzähler, Zusammenfüger, Sammler. Das Poetische heißt sammeln, mit dem entschiedenen Willen, Scheidungen rückgängig und Friedensschlüsse auch im unwahrscheinlichen Fall möglich zu machen. Die größte Ideologie besteht für mich darin, dass die Wirklichkeit behauptet, sie sei wirklich.“ Alexander Kluge

Biografie

Alexander Kluge wurde 1932 in Halberstadt geboren und studierte Rechtswissenschaften, Geschichte und Kirchenmusik in Marburg und Frankfurt am Main. Zu Beginn der 1960er-Jahre wurde er gleichzeitig als Schriftsteller und Filmemacher bekannt. 1962 las er bei der Gruppe 47 aus dem Band Lebensläufe. Er war Mitinitiator des Oberhausener Manifests, das den Neuen Deutschen Film begründete. 1966 erhielt er als erster Deutscher der Nachkriegszeit den Silbernen Löwen bei den Filmfestspielen in Venedig für seinen Film Abschied von gestern mit seiner Schwester Alexandra Kluge in der Hauptrolle. Mit Oskar Negt schrieb er Öffentlichkeit und Erfahrung und Geschichte und Eigensinn, zwei Bücher, welche die Frankfurter Kritische Theorie (Theodor W. Adorno, Jürgen Habermas) philosophisch-soziologisch fortsetzen. Ab 1988 war Alexander Kluge verantwortlich für die sogenannten Kulturfenster im Privatfernsehen (z.B. bei RTL, Vox, Sat.1 und dem Schweizer Fernsehen). In 30 Jahren entstanden ca. 2000 Stunden Sendezeit aus der Zusammenarbeit mit Künstlern, Wissenschaftlern, Opernhäusern, Filmemachern und Schriftstellern.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts meldete er sich erneut als literarischer Autor mit der zweibändigen Chronik der Gefühle. Zu seinen jüngsten literarischen Publikationen gehören Kongs große Stunde (2015), Russland-Kontainer (2020), Trotzdem (mit Ferdinand von Schirach, 2020) und Senkblei der Geschichten (mit Joseph Vogl, 2020).

Um den Gedanken der Kooperation der verschiedenen Metiers und das Prinzip einer gemeinsamen Öffentlichkeit verschiedenartiger Künste geht es in seinen Ausstellungen, darunter Gärten der Kooperation in La Virreina Barcelona (2017), gemeinsam mit Thomas Demand und Anna Viebrock The Boat is Leaking. The Captain Lied in der Fondazione Prada Venedig (2017), Pluriversum im Museum Folkwang in Essen (2017) und im Belvedere 21 in Wien (2018), James Ensor & Alexander Kluge: Siècles noirs in der Fondation Vincent van Gogh in Arles (2018), Die Macht der Musik – Die Oper: Der Tempel der Ernsthaftigkeit in der Kunsthalle Weishaupt und im Museum Ulm (2019), Das dünne Eis der Zivilisation mit neun Stationen zur Oper im Württembergischen Kunstverein in Stuttgart (2020).

Für sein literarisches Schaffen erhielt Alexander Kluge zahlreiche Preise, u. a. den Bayerischen Staatspreis für Literatur, den Theodor W. Adorno Preis sowie den Georg Büchner Preis. Mit Georg Baselitz veröffentlichte er Weltverändernder Zorn. Nachricht von den Gegenfüßlern (2017) und Parsifal Kontainer (Juli 2020).

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Reden über das Jahrhundert 2

9. August 2020
Navid Kermani
EINE LESUNG

„Was lehrte eigentlich Pir Arbab? In der Selberlebensbeschreibung Großvaters findet sich ein einziger Hinweis. Als Scheich Abu Saíd, einer der berühmtesten Sufis des elften Jahrhunderts, einmal nach Tus kam, einer Stadt im Nordosten des heutigen Irans, strömten in Erwartung seiner Predigt so viele Gläubige in die Moschee, daß kein Platz mehr blieb. ‚Gott möge mir vergeben‘, rief der Platzanweiser: ‚Jeder soll von da, wo er ist, einen Schritt näher kommen.‘ Da beendete der Scheich die Versammlung, bevor sie begonnen hatte. ‚Alles, was ich sagen wollte und sämtliche Propheten gesagt haben, hat der Platzanweiser bereits gesagt‘, gab er zur Erklärung, bevor er sich umwandte und die Stadt verließ: ‚Jeder soll von da, wo er ist, einen Schritt näher kommen.‘“ Navid Kermani, Dein Name

Biografie

Navid Kermani, geboren 1967 in Siegen/Westfalen, lebt als freier Schriftsteller in Köln. Er ist habilitierter Orientalist, Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und immer wieder als Reporter in Kriegs- und Krisengebieten unterwegs. Die New York Times Book Review nannte ihn „einen der aufregendsten Intellektuellen Deutschlands“. Zu seinen wichtigsten Auszeichnungen gehören der Kleist-Preis, der Josef-Breitbach-Preis sowie im Jahr 2015 der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Zuletzt erschienen von ihm Morgen ist da. Reden und eine Anthologie mit Texten von Friedrich Hölderlin: Bald sind wir aber Gesang, beide im Verlag C. H. Beck.

In Salzburg liest Navid Kermani aus seinem 2011 veröffentlichten, monumentalen Roman Dein Name, in dem er, neben vielem anderen, die Geschichte seines Großvaters aus Isfahan erzählt. „Wie liest man ein solch eigensinniges Buch? Wie man früher Vergil gelesen hat: Jeden Tag gleich morgens eine Seite aufschlagen, die siebte Zeile von oben lesen, das ist dann die Weissagung für den Tag.“ (Alexander Kluge)

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Reden über das Jahrhundert 3

15. August 2020
Anita Lasker-Wallfisch · Julia Hagen
Programm
PAUL CELAN · Todesfuge (1944/45)
ANITA LASKER-WALLFISCH · Rede über das Jahrhundert
JULIA HAGEN · JOHANN SEBASTIAN BACH · Suite für Violoncello Nr. 1 G-Dur BWV 1007 Entstanden wahrscheinlich um 1720 in Köthen
Prélude · Allemande · Courante · Sarabande · Menuet I — Menuet II · Gigue

„Solange man atmet, hofft man“
Anita Lasker-Wallfisch

Biografie

Anita Lasker wurde am 17. Juli 1925 in Breslau geboren, wo sie in einer assimilierten jüdischen Notarsfamilie gemeinsam mit zwei Schwestern aufwuchs. Zu Hause wurde viel musiziert, alle drei Kinder lernten ein Instrument, Anita das Cello. Nach 1933 war es in Breslau schwierig, Cellounterricht zu erhalten: die jüdischen Lehrer emigrierten, die „arischen“ weigerten sich, ein jüdisches Mädchen zu unterrichten, weshalb die 13-Jährige nach Berlin zu Leo Rostal geschickt wurde, wo sie Privatunterricht erhielt. Nach dem Novemberpogrom 1938 kehrte sie nach Breslau zurück. Der ältesten Schwester Marianne gelang es im letzten Moment, nach England zu entkommen. Sämtliche Auswanderungsversuche, die Alfons Lasker für seine Familie unternahm, schlugen jedoch fehl. Die jüdische Oberschule wurde geschlossen und die Wohnung der Laskers beschlagnahmt. Währenddessen veranstaltete der Jüdische Kulturbund in Breslau immer noch Konzerte; an vier Abenden trat u.a. auch Anita Lasker mit einem Soloprogramm auf. Am 9. April 1942 bekamen die Eltern in Breslau den Deportationsbefehl. Sie wurden nach Izbica bei Lublin verschleppt und dort ermordet. Eine Tante und ein Onkel waren schon vorher deportiert worden, die 82-jährige Großmutter wurde etwas später geholt. Sie gelten alle als verschollen und ermordet.

Die beiden Schwestern Anita und Renate Lasker konnten zusammenbleiben. Die Mädchen hatten seit 1941 Zwangsarbeit in einer Papierfabrik zu leisten. Sie nutzten diese Tätigkeit u.a. zu illegaler Widerstandsarbeit und verhalfen französischen Kriegsgefangenen, die in derselben Fabrik eingesetzt waren, zur Flucht, indem sie bei der Anfertigung gefälschter Papiere mitwirkten. Ein eigener Fluchtversuch mit selbst gefälschten Papieren scheiterte und brachte die Schwestern im September 1942 ins Gefängnis von Breslau: Anita Lasker wurde zu 18 Monaten, ihre Schwester zu dreieinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt. Angesichts dessen, was ihnen bei einer Deportation drohen würde, begrüßten sie die Urteile. Es kam aber anders.

Ende 1943 wurde Anita Lasker, etwas später auch ihre Schwester Renate, ins KZ Auschwitz-Birkenau verbracht. Anita Lasker kam in die von Alma Rosé geleitete Lagerkapelle, und auch Renate entging der Selektion bei der Ankunft und traf etwas später wieder mit Anita zusammen. Die Musikerinnen mussten den Auszug der Häftlinge am Morgen und ihre Rückkehr ins Lager am Abend begleiten. Gespielt wurden Märsche und marschartige Volkslieder, und zwar im Freien am Lagertor, bei jedem Wetter und im Anblick der geschundenen Häftlinge und der rauchenden Schornsteine. Tagsüber wurde geprobt oder an Arrangements für die skurrile Besetzung des Orchesters gearbeitet. Sonn- und feiertags sowie zu speziellen Anlässen mussten Konzerte mit aktuellen Schlagern oder Stücken aus Operetten und Opern gegeben werden.

Im Oktober 1944 wurde auf Befehl Heinrich Himmlers damit begonnen, die Vergasungsanlagen im KZ Auschwitz zu zerstören, weil die sowjetischen Truppen anrückten. Anita und Renate Lasker kamen zusammen mit anderen Mitgliedern der Kapelle ins KZ Bergen-Belsen. Sie überlebten auch diese letzte Tortur. Am 15. April 1945 wurde Bergen-Belsen von britischen Truppen befreit. Fünf Tage später gab Anita Lasker ein Radio-Statement, das die britischen Befreier aufzeichneten und übertrugen. In dieser Ansprache, die wahrscheinlich das erste Zeugnis einer Holocaust-Überlebenden auf Tonband ist, machte sie Angaben über die Zustände und Verbrechen im KZ Auschwitz. Nach Errichtung eines Camps für Displaced Persons in der Nähe des KZ Bergen-Belsen normalisierte sich das Leben langsam. Anita Lasker sehnte sich nach Musik, und tatsächlich wurde für sie ein Cello aufgetrieben. Der Name Anita Lasker findet sich etwa auf Programmzetteln von Konzerten im DP-Camp Bergen-Belsen. Als im September 1945 in Lüneburg der erste große deutsche Kriegsverbrecherprozess eröffnet wurde, stellte sich Anita Lasker als Zeugin zur Verfügung. Zudem betrieben die Schwestern Lasker ihre Ausreise aus Deutschland, die nach allem, was sie erlebt hatten, einer Flucht gleichkam. Es gelang ihnen Ende 1945, mit falschen Papieren zunächst nach Belgien zu gehen, wo sie ihre Bemühungen in der britischen Botschaft fortsetzten. Anita Lasker fand einen Cellolehrer und wurde vorübergehend Mitglied des Orchestre Symphonique de l’Université Libre de Bruxelles. Im März 1946 konnten sie dann endlich nach England reisen. Das Nachkriegsexil in Großbritannien wandelte sich für Anita Lasker allmählich in eine neue Heimat. 1948 traf sie in London Leo Rostal wieder, der ihr früher in Berlin Cellounterricht gegeben hatte. Sie nahm ein geordnetes Musikstudium an der Guildhall School of Music auf, wurde 1949 Mitbegründerin des English Chamber Orchestra und ist seit 1951 britische Staatsbürgerin. Anita Lasker heiratete den ebenfalls aus Breslau stammenden Pianisten Peter Wallfisch. Ihre Leidensgeschichte hielt sie vor ihren Kindern und Enkelkindern verborgen, um sie nicht zu belasten. Bei Reisen ihres Orchesters nach Deutschland blieb sie in London, weil sie sich geschworen hatte, nie wieder deutschen Boden zu betreten. Es dauerte 40 Jahre, bis sie sich entschloss, ihre und die Geschichte ihrer Familie für die Kinder aufzuschreiben. Es entstand das Buch Ihr sollt die Wahrheit erben, das zuerst auf Englisch (1996) und danach in zwei Ausgaben auf Deutsch erschien (1997 und 2001) und später ins Französische, Italienische, Holländische und Japanische übersetzt wurde.

Seit den 1990er-Jahren tritt Anita Lasker-Wallfisch in der Öffentlichkeit als Zeitzeugin auf und macht Lesereisen durch deutsche Schulen. Sie war eine der Überlebenden von Bergen-Belsen, die beim Staatsbesuch Königin Elisabeths II. im Juni 2015 auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers eingeladen waren. Im Januar 2018 hielt Anita Lasker-Wallfisch in einer Sonderveranstaltung des Deutschen Bundestags eine Rede anlässlich des 73. Jahrestags der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz. Im September 2019 wurde sie von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier „für ihren Einsatz gegen Judenhass und Ausgrenzung“ mit dem Deutschen Nationalpreis ausgezeichnet. Anita Lasker-Wallfisch lebt in London.

Quelle
Peter Petersen: Anita Lasker-Wallfisch, in: Lexikon verfolgter Musiker und Musikerinnen der NS-Zeit, hg. v. Claudia Maurer Zenck, Peter Petersen, Hamburg: Universität Hamburg, 2007 (https://www.lexm.uni-hamburg.de/object/lexm_lexmperson_00001580)
Wir danken Peter Petersen für die Genehmigung.

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Reden über das Jahrhundert 4

22. August 2020
Elisabeth Orth
EINE LITERARISCHE REDE ÜBER „DAS WUNDER DES ÜBERLEBENS“

Biografie

Elisabeth Orth wurde 1936 in Wien geboren. Ihre Berufslaufbahn begann sie als Filmcutterin, daneben studierte sie Sprachen und war als Regieassistentin tätig, ehe sie das Max Reinhardt Seminar in Wien besuchte. Noch während des Studiums war sie bereits am Wiener Kellertheater engagiert, es folgte ein Engagement am Tourneetheater mit Oscar Werner. Sie arbeitete zunächst am Ulmer Theater, dann in Bad Hersfeld und am Kölner Theater. Von 1964 bis 1968 folgte ein Engagement am Bayerischen Staatsschauspiel. 1968 wurde sie fixes Ensemblemitglied am Wiener Burgtheater. Dort arbeitete sie u. a. mit Regisseuren und Regisseurinnen wie Dieter Dorn, Adolf Dresen, Achim Benning, Hans Hollmann, Christoph Schroth, Harald Clemen, Achim Freyer, George Tabori, Peter Zadek und Andrea Breth. Von 1995 bis 1999 war sie an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin engagiert.

Seit 1999 ist Elisabeth Orth wieder am Burgtheater tätig. Eine enge Arbeitsbeziehung verbindet sie mit der Regisseurin Andrea Breth; sie spielte in deren Inszenierungen Marja Wassiljewna Wojnizkaja und Onkel Wanja von Tschechow (2000), in Bonds Die See (2000), Horváths Der jüngste Tag (2000), Kleists Das Käthchen von Heilbronn (2001), Schillers Maria Stuart (2001), Lessings Emilia Galotti (2002), Schillers Don Carlos (2004), Tennessee Williams’ Die Katze auf dem heißen Blechdach (2004), Nach den Klippen von Albert Ostermaier (UA 2005), in Tschechows Der Kirschgarten (2005), Bernard-Marie Koltès’ Quai West (2010), in Zwischenfälle – Szenen von Courteline, Cami, Charms (2011) und in Shakespeares Hamlet (2013).

Bei den Salzburger Festspielen war sie u. a. Gabriele Wegrat in Arthur Schnitzlers Der einsame Weg (Regie: Thomas Langhoff, 1987), Frau Wahl in Schnitzlers Das weite Land (Regie: Andrea Breth, 2002), die Königin in Martin Kušejs Inszenierung von Grillparzers König Ottokars Glück und Ende (2005) und Gräfin Bork in Kleists Prinz Friedrich von Homburg (Regie: Andrea Breth, 2012). Zuletzt war sie hier 2014 in Karl Kraus’ Die letzten Tage der Menschheit zu sehen.

Zudem ist Elisabeth Orth in zahlreichen Filmen zu erleben, u. a. in Stefan Ruzowitzkys Die Siebtelbauern (1998), in Pipilotti Rists Pepperminta (2007), in Urs Odermatts Film Mein Kampf nach George Tabori (2008) sowie in Benjamin Heisenbergs Wandelsterne (2012).

Von 1979 bis 2000 war Elisabeth Orth als Kolumnistin der Wochenzeitung Die Furche tätig. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen: u. a. 1965 den Bayerischen Staatsschauspielpreis und 1981 die Kainz-Medaille. 2006 wurde ihr das goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien verliehen. 2009 erhielt sie das Bundes-Ehrenzeichen für Toleranz und Menschenrechte. Elisabeth Orth ist Österreichische Kammerschauspielerin und Trägerin des Grillparzer-Rings sowie des Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse und war Präsidentin der Aktion gegen Antisemitismus in Österreich. 2014 wurde sie Ehrenmitglied des Burgtheaters und nach dem Tod Annemarie Düringers im Februar 2015 zur Doyenne des Burgtheaters ernannt.

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