Bei kuratierten Art Walks besuchen die Teilnehmer:innen Galerien, Ateliers und öffentliche Kunsträume und erhalten exklusive Einblicke durch Künstler:innen, Kurator:innen und Galerist:innen.
Im Mittelpunkt stehen Begegnung, Dialog und die Freude daran, Kunst gemeinsam zu erleben und neue Orte zu entdecken.
Der zweite Art Walk mit Antonia Gobiet führt zur Galerie Mario Mauroner Contemporary Art über Stephan Balkenhols Sphaera am Kapitelplatz zur FÜNFZIGZWANZIG.
Beim dritten Art Walk mit Antonia Gobiet werden Alexander Steinwendtners Georg Trakl Allee, Art by Berchtoldvilla sowie der Salzburger Kunstverein besucht.
Zählkarten ab 4. Juli
Programm für den 18.07.2026
Samstag, 18. Juli 2026, 12:30 – 14:00 Uhr
1. Galerie Sophia Vonier
Nach mehrjähriger Erfahrung in der Kunstwelt eröffnete Sophia Vonier im Frühjahr 2019 ihre Galerie im Herzen von Salzburg. Die Galerie Sophia Vonier konzentriert sich auf österreichische und internationale zeitgenössische Kunst und präsentiert Ausstellungen von aufstrebenden sowie bereits etablierten Künstlern und Künstlerinnen.
Die aktuelle Ausstellung WHILE WALKING von Bettina Willnauer zeigt aktuelle textile Wandarbeiten der Künstlerin, die von den Tagträumereien einer Spazierenden inspiriert sind.
Im Gespräch: Sophia Vonier
WELCOME. – Galerie Sophia Vonier
2. Galerie Ropac
Die renommierte Galerie Thaddaeus Ropac zeigt an ihrem Standort in Salzburg eine neue Werkserie des deutschen Künstlers Wolfgang Laib. In der eigens für die Villa Kast konzipierten Ausstellung beschäftigt sich Laib mit Materialien, Techniken, Sujets und Texten, die ihn seit den 1980 Jahren begleiten. Die Arbeiten appellieren an das Gefühl für das Universelle, geteilte kulturelle Bezugssysteme sowie Verbindungen zwischen verschiedenen kulturellen und zeitlichen Kontexten.
Im Gespräch: Julija Krištof
Exhibitions | Thaddaeus Ropac
3. Antony Cragg: „Caldera“ am Makartplatz
Von 2002 bis 2011 initiierte die Salzburg Foundation zwölf Werke renommierter Künstler:innen im öffentlichen Raum. Damit besitzt Salzburg mit dem „Walk of Modern Art“ ein internationales Alleinstellungsmerkmal in Sachen Kunst im öffentlichen Raum. Die Festspielstadt ist zu einem urbanen Museum geworden, das seinesgleichen sucht.
Für das siebte Kunstprojekt Salzburg hat der englische Bildhauer Anthony Cragg auf dem Makartplatz eine rund 5m hohe Skulptur aus patinierter Bronze installiert. Sie trägt den Titel „Caldera“, ein Begriff aus der Geologie, der einen Kraterkessel vulkanischen Ursprungs bezeichnet, der aber im Englischen auch poetische Konnotationen zulässt. Es geht dem Künstler um Raum und Materie voller Energie und Emotion, entstanden aus dramatischen Prozessen. Nicht zuletzt verweist er damit auch auf die kesselartige Lage der Stadt Salzburg.
Im Gespräch: Isabella Praniess
Ideen & Ziele | Salzburg Foundation
Treffpunkt: Galerie Sophia Vonier, Franz-Josef-Straße 5, 1. Stock, 5020 Salzburg, 12.30 Uhr
Moderation: Antonia Gobiet
Samstag, 18. Juli 2026, 15:00 – 16:30 Uhr
1. Mario Mauroner Contemporary Art
Mario Mauroner Contemporary Art Salzburg (vormals Galerie Academia) wurde 1972 von Waltraud und Mario Mauroner in der alten fürsterzbischöflichen Residenz im Herzen der Altstadt gegründet. Die stimmungsvollen Gewölberäume verleihen den Ausstellungen einen unverwechselbaren, intimen kammermusikalischen Charakter.
Nach mehr als einem halben Jahrhundert Ausstellungstätigkeit widmet sich die diesjährige Festspielausstellung „Spanish Icons” einem Fokus der Galerie: der Kunst aus dem mediterranen Raum. Eine Vielzahl von spanischen Künstler/innen werden ausgestellt. U.a. Antoni Tàpies, Bernardí Roig, Susy Gómez, Paloma Navares, Carmen Calvo
We go back to the future
Im Gespräch: Judith Radlegger
Home – Mario Mauroner Contemporary Art
2. Stephan Balkenhol: „Sphaera“ am Kapitelplatz
Von 2002 bis 2011 initiierte die Salzburg Foundation zwölf Werke renommierter Künstler:innen im öffentlichen Raum. Damit besitzt Salzburg mit dem „Walk of Modern Art“ ein internationales Alleinstellungsmerkmal in Sachen Kunst im öffentlichen Raum. Die Festspielstadt ist zu einem urbanen Museum geworden, das seinesgleichen sucht.
Stephan Balkenhols „Sphaera“ auf dem Kapitelplatz zeigt einen Mann, der gelassen auf einer goldenen Kugel steht. Gemeinsam mit der „Frau im Fels“ im Toscaninihof (kann nicht besichtigt werden) bildet sie ein spannungsreiches Paar. Beide Figuren wirken vertraut und bleiben zugleich rätselhaft. Ihre neutrale Haltung eröffnet vielfältige Deutungen und lädt dazu ein, eigene Geschichten und Bezüge zu entdecken.
Im Gespräch: Isabella Praniess
Ideen & Ziele | Salzburg Foundation
3. Galerie 5020
Die FÜNFZIGZWANZIG ist ein nichtkommerzieller Salzburger Kunstraum, der seit vielen Jahren jungen und experimentellen Positionen eine Plattform bietet. In dieser Tradition zeigt sie das Künstler:innenkollektiv GARAGE SHOW, das seit 2023 prozessorientierte Ausstellungen in einer privaten Garage im Salzburger Nonntal organisiert. Für die FÜNFZIGZWANZIG entsteht nun eine ortsspezifische Ausstellung, die den Garagenraum in reduzierter Form in einen institutionellen Kontext überträgt und Fragen nach Sichtbarkeit, Raum sowie den Bedingungen des Ausstellens verhandelt.
Im Gespräch: Isabella Rauchenbichler
Aktuelle Ausstellungen und Veranstaltungen | galerie5020
Treffpunkt: Mario Mauroner Contemporary Art, Residenzplatz 1, 5020 Salzburg, 15.00 Uhr
Moderation: Antonia Gobiet
Samstag, 18. Juli 2026, 17:00 – 19:00 Uhr
1. Alexander Steinwendtner: Georg Trakl Allee
Die Georg-Trakl-Allee ist ein Kunstwerk des Salzburger Künstlers Alexander Steinwendtner. Es wurde 2014 anlässlich des 100. Todestages des Dichters Georg Trakl errichtet.
Das Denkmal besteht aus 14 freistehenden Stelen aus Untersberger Marmor. Auf diesen sind Fotografien, Porträts, Handschriften und Texte aus Trakls Leben und Werk zu sehen. Die Bilder wurden mit einer von Steinwendtner entwickelten Technik direkt auf den Stein übertragen – wie ein dauerhaftes „Tattoo” im Marmor.
Die begehbare Allee soll kein klassisches Denkmal sein, sondern einen offenen Erinnerungs- und Begegnungsraum schaffen. Sie verbindet die Bereiche der bildenden Kunst und der Literatur mit dem Lebensraum Salzburg, der Trakls Dichtung wesentlich geprägt hat.
Im Gespräch: Alexander Steinwendtner
Georg Trakl Allee Film
2. Art bv Berchtoldvilla
Die Berchtoldvilla blickt auf eine Geschichte bis 1618 zurück. Aus einem Haus mit Meierei entstand ein Gartenschlössl, später eine repräsentative Sommervilla. Seit 1991 ist sie Sitz der heutigen art bv Berchtoldvilla und ein lebendiger Ort für zeitgenössische Kunst.
Im Gespräch: Renate Lukasser
ArtBV Salzburg Berchtoldvilla
3. Salzburger Kunstverein
Der 1844 gegründete Salzburger Kunstverein zählt zu den ältesten und renommiertesten Institutionen für zeitgenössische Kunst in Österreich. Sein Sitz ist das 1884/85 eigens für den Kunstverein errichtete Künstlerhaus, das von Beginn an als Ausstellungsort und Arbeitsstätte für Künstler diente. Heute werden dort auf über 500 m² internationale Ausstellungen gezeigt. Zudem beherbergt das Haus 21 Ateliers, darunter jenes der Kunstvermittlungsgruppe ARTgenossen, eine Bibliothek und ein Restaurant. Rund 800 Mitglieder, darunter 700 Künstler/innen, bilden das lebendige Netzwerk des Vereins.
Besichtigt wird die Ausstellung „Creation, Catastrophe, Creation, Again and Again“ der ukrainischen Künstlerin Kateryna Lysovenko in der Ringgalerie. In ihrer malerischen Intervention nutzt sie die vorgegebene Architektur für eine zyklische Erzählung: Die Wandmalerei führt von der Schöpfung über die Apokalypse zurück zur Schöpfung. Lysovenko reflektiert darin die Rhythmen der Geschichte, insbesondere Prozesse der Entmenschlichung und Gewalt – Themen, die auch durch ihre Erfahrungen der Flucht aus der Ukraine und durch den anhaltenden Krieg in ihrer Heimat geprägt sind.
Im großen Ausstellungsraum kann zudem ein Work in Progress erlebt werden: Dort wird die kommende Ausstellung „One Hundred Things Twice“ des Künstlers Ryan Gander vorbereitet. Besucher erhalten so einen besonderen Einblick in die Entstehung einer Ausstellung.
Im Gespräch: Michaela Lederer
Salzburger Kunstverein
Treffpunkt: Unipark Nonntal Erzabt-Klotz-Straße 1, 5020 Salzburg, 17.00 Uhr
Moderation: Antonia Gobiet