Salzburger Festspiele goes Club – was zunächst als Kontrast erscheint, erweist sich an diesem Abend als folgerichtige Erweiterung eines künstlerischen Kosmos, der sich zwischen Bühne, Klangraum und Experiment bewegt. Seit seinem 17. Lebensjahr ist Matthias Jakisic als Musiker tätig. Nach frühen Bandtourneen und der Mitwirkung an über 100 Tonträgern führte ihn sein Weg bald zum Theater, wo er über Jahre hinweg mit Regisseuren wie Peter Stein und Herbert Fritsch arbeitete. Parallel dazu etablierte sich Jakisic als Komponist für Film und Serie, etwa bei David Lynchs The Other Me oder Der Pass. Für sein Schaffen erhielt er 2026 den Berliner Kunstpreis. Bei den Salzburger Festspielen komponiert er heuer Musik zu Molières Der Menschenfeind (Premiere 15. August). An seiner Seite: Christian Eigner. Der gefragte Studiomusiker hat an über 300 Alben unter anderem für Georg Danzer und Peter Cornelius mitgewirkt. Er hat als Musiker die Erfahrung, Menschenmassen zu bewegen. Alleine die mittlerweile jahrzehntelange Zusammenarbeit mit einer der größten Bands der Welt – der britischen Kultband Depeche Mode – macht Christian Eigner zum Maß aller Dinge, was Drumming in den größten Stadien und Arenen dieser Welt betrifft, und ließ ihn dadurch zu einem der erfolgreichsten österreichischen Musiker aller Zeiten werden. Zwei Künstler, die unterschiedlichen musikalischen Sphären entstammen – und gerade darin ihre produktive Schnittmenge finden. Im Club Balboa begegnen sich diese Welten unmittelbar: Geige und Percussion verschränken sich zu einem Klanggefüge, das aus repetitiven Strukturen erwächst und sich rhythmisch verdichtet. Ein Abend zwischen kontrollierter Ekstase und feiner klanglicher Präzision – tanzbar, wüst, hypnotisch.

Mit freundlicher Unterstützung durch den Altstadtverband Salzburg.

Zählkarten ab 4. Juli 2026

© Armin Smailovic