Festspielgespräch
Was passiert, wenn eine Aufführung die Grenzen des klassischen Theaterabends sprengt?
Festspielpräsidentin Kristina Hammer im Gespräch mit Regisseur Nicolas Stemann über die besondere Form von UNTER TIEREN, die aus der Arbeit mit Elfriede Jelineks Text entstanden ist – und darüber, wie eine Inszenierung zugleich präzise komponiert sein und die Offenheit einer großen Improvisation bewahren kann.
Diese Offenheit zeigt sich auch ganz unmittelbar in der besonderen Pausensituation: Bei UNTER TIEREN gibt es keine klassische Pause. Das Publikum kann den Zuschauerraum während der Aufführung verlassen, sich im Außenbereich aufhalten und das Geschehen dort über Screens weiterverfolgen – und anschließend wieder zurückkehren. So entsteht eine bewusst offene und entspanntere Situation, die angesichts der Härte der Themen auch Raum zum Durchatmen schafft.