Festspiel-Erinnerungsbüro

STAGING REALITIES – THE LIVING ARCHIVE

Mats Staub · Festspiel-Erinnerungsbüro

Mats Staub – „ein Reisender und Sammler in Sachen Erinnerung“ – entwickelt seit 20 Jahren Kunstprojekte im Spannungsfeld zwischen Theater und Ausstellung, Wissenschaft und Literatur, in deren Zentrum Menschen und deren Lebenserzählungen stehen. In einem speziell für Salzburg entwickelten Projekt wird auf die Erinnerungen der Festspielgäste fokussiert und das Publikum sichtbar, werden Festspielereignisse und Zeitenwenden vielstimmig spürbar. Mit dem Festspiel-Erinnerungsbüro entsteht ein Archiv subjektiver Festspielerlebnisse, die mimisch und gestisch in einer Videoinstallation erfahrbar und parallel dazu in verdichteten Erzählungen hörbar sind.

Auf fünf Monitoren sind 45 Menschen unterschiedlicher Generationen in Lebensgröße zu sehen, wie sie sich ohne Worte an jene Aufführungen erinnern, die sie besonders geprägt haben. Die Monitore sind fünf Epochen zugeordnet, wodurch ein Erinnerungspanorama der Festspielgeschichte entsteht, vom Jedermann 1949 über Saint François d’Assise 1992 bis zu einer Nachtmusik 2025. Mithilfe eines Audiogeräts können sich die Besucher·innen individuell in die akustischen Erinnerungen der erzählenden Personen vertiefen – und zugleich eigenen nachspüren. Diese solchermaßen theatrale und berührende Präsentation ermöglicht das einfühlsame Wiedererkennen von Emotionen – und Festspielerlebnissen der besonderen Art.

Eigenproduktion der Salzburger Festspiele

Eine Installation von Mats Staub

Konzept
Mats Staub, Margarethe Lasinger (SF)

 

Produktion & Postproduktion
Mats Staub, Interviews und Schnitt
Janet Bens, Produktionsleitung und Lektorat
Benedikt Ottmann, Kamera
Marko Sulz, Sound Editing
Mitarbeit
Barbara Huber
Thomas Achitz (SF)
Valentin Todt (SF)
Anna-Lena Rothbucher (SF)
Samy Dafir (SF)