Der US-amerikanische Tenor Michael Spyres zählt zu den herausragendsten Sängern seines Fachs und tritt an den renommiertesten Opern- und Konzerthäusern auf, darunter die Mailänder Scala, die Metropolitan Opera in New York, die Wiener und die Bayerische Staatsoper, die Royal Opera, Covent Garden, die Pariser Opéra, das Théâtre des Champs-Élysées, die Monnaie in Brüssel, das Teatro Real in Madrid, die Lyric Opera of Chicago, die Carnegie Hall, die Berliner Philharmonie, das Gewandhaus zu Leipzig, das Concertgebouw Amsterdam und der Tokyo Bunka Kaikan. Er ist regelmäßig zu Gast bei internationalen Festivals wie dem Festival d’Aix-en-Provence, dem Edinburgh Festival und den BBC Proms und war bei den Salzburger Festspielen zuletzt als Don Ottavio (Don Giovanni) und Énée (Les Troyens) zu erleben.
Sein breit gefächertes Repertoire reicht vom Barock über Mozart bis ins 20. Jahrhundert. Er gilt als Experte für italienischen Belcanto und französische Opern und hat sich in den letzten Jahren zu einem gefragten Heldentenor entwickelt. Sein Wagner-Debüt gab er 2024 als Lohengrin an der Opéra national du Rhin und als Siegmund (Die Walküre) bei den Bayreuther Festspielen. 2025 kehrte er als Walter von Stolzing (Die Meistersinger von Nürnberg) nach Bayreuth zurück.
In der Saison 2025/26 gab er sein Rollendebüt als Tristan (Tristan und Isolde) an der Metropolitan Opera, sang die Titelrolle in Les Contes d’Hoffmann an der Opéra Comique, Nemorino (L’elisir d’amore) am Gran Teatre del Liceu sowie Nemorino, Siegmund und Sänger (Der Rosenkavalier) an der Wiener Staatsoper.
Auch auf dem Konzertpodium ist er regelmäßig zu erleben. In dieser Saison trat er u. a. in der Berliner Staatsoper unter Christian Thielemann, in der Laeiszhalle in Hamburg unter Sylvain Cambreling und mit einem Operettenprogramm im Wiener Musikverein auf.
Zu seinen jüngsten Einspielungen mit il Pomo d’Oro zählen Contra-Tenor unter Francesco Corti und die Gesamteinspielung von Purcells Dido and Aeneas mit Joyce DiDonato unter Maxim Emelyanychev.
Michael Spyres wurde in Missouri geboren und ist seit 2015 Künstlerischer Leiter der Ozarks Lyric Opera. Er ist Preisträger eines Gramophone Classical Music Award, des International Opera Award, des OPER! Award und des OPUS Klassik 2024. 2021 wurde er zum Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres ernannt.
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