Adèle Charvet

Mezzosopranistin

© Alice Pacaud

Adèle Charvet ist eine der führenden französischen Mezzosopranistinnen ihrer Generation. Zu ihren Engagements der Saison 2025/26 zählten Charlotte in einer Neuproduktion von Werther unter Raphaël Pichon an der Pariser Opéra-Comique, Vendredi in einer Neuproduktion von Offenbachs Robinson Crusoé am Théâtre des Champs-Élysées und die Titelrolle in Carmen an der Opéra national du Capitole in Toulouse. Außerdem sang sie Dido (Dido and Aeneas) auf Tournee mit Le Poème Harmonique, Berenice in Vivaldis Farnace mit I Gemelli in Madrid, Paris, Genf und Oviedo, ein Josephine-Baker-Programm mit verschiedenen Ensembles am Théâtre des Champs-Élysées und in anderen Musikzentren, Chaussons Poème de l’amour et de la mer mit dem Orquesta Sinfónica del Principado de Asturias und den Altpart in Bachs Johannes-Passion mit dem Orquesta Filarmónica de Gran Canaria.

Jüngere Höhepunkte ihrer Opernkarriere waren u. a. drei wichtige Rollendebüts — Ariodante in Straßburg, Carmen an der Opéra Royal in Versailles und Charlotte mit dem Orchestre de Chambre de Genève — sowie Cherubino (Le nozze di Figaro) beim Glyndebourne Festival, Giulietta in Zingarellis Giulietta e Romeo in Versailles, Margret in einer halbszenischen Aufführung von Wozzeck unter Lahav Shani beim Verbier Festival, Bernard Foccroulles Monodrama Le Journal d’Hélène Berr in Straßburg, die Titelrolle in La Cenerentola und Rosina (Il barbiere di Siviglia) in Toulouse, Stéphano (Roméo et Juliette) an der Opéra- Comique und Mélisande (Pélleas et Mélisande) in Rouen.

Auf dem Konzertpodium war sie u. a. mit Le Concert de la Loge unter Julien Chauvin, Les Musiciens du Louvre unter Marc Minkowski, dem Cleveland Orchestra unter Bernard Labadie, den Berliner Philharmonikern unter Alan Gilbert sowie in zahlreichen Kammermusik-Projekten und Rezitalen zu hören. 2023 gab sie ihr Salzburger Festspieldebüt als Ascagne (Les Troyens) im Rahmen einer Tournee mit dem Monteverdi Choir und dem Orchestre Révolutionnaire et Romantique.

Nach ihrem Bühnendebüt als Hänsel (Hänsel und Gretel) und Auftritten in Fürst Igor an der Niederländischen Nationaloper folgten weitere Debüts beim Verbier Festival, an der Royal Opera, Covent Garden, als Mercédès (Carmen), an der Opéra National de Bordeaux als Rosina und an der Opéra- Comique als Javotte (Manon) unter Marc Minkowski.

Adèle Charvet ist Exklusivkünstlerin des Labels Alpha Classics. Ihre umfangreiche und vielfältige Diskografie umfasst auch drei Soloalben: Long Time Ago (2019), eine Auswahl amerikanischer und englischer Lieder mit der Pianistin Susan Manoff; Teatro Sant’Angelo (2023), ein mehrfach ausgezeichnetes Album mit Ersteinspielungen von Arien von Vivaldi, Chelleri und Ristori mit dem Ensemble Le Consort; und Belle Époque (2025), ein Programm mit Liedern französischer Komponisten mit dem Pianisten Florian Caroubi.

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Stand: Juli 2026

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