© Julian Hargreaves

Anja Harteros und Bryn Terfel mussten ihre Mitwirkung an der Tosca bei den Salzburger Festspielen Pfingsten absagen. Wir freuen uns sehr, dass Anna Netrebko kurzfristig die Titelrolle übernehmen wird und Luca Salsi den Scarpia.

Der Tod wird kommen und deine Augen haben, der Tod, der uns begleitet von morgens bis abends, schlaflos, dumpf, wie ein alter Gewissensbiß oder ein törichtes Laster. Und deine Augen werden ein leeres Wort sein, ein verschwiegener Schrei, ein Schweigen.
Cesare Pavese
Pfingstfestspiele 2021

Zur Produktion

Kaum eine Oper ist mit der Stadt Rom so eng verbunden wie Giacomo Puccinis Tosca. Eingebettet in den zeitgeschichtlichen Hintergrund des Sieges Napoleons in der Schlacht bei Marengo im Juni 1800 spielt sich eine fiktive Intrige im Herzen Roms ab. Das sich zwischen dem Maler Cavaradossi, dem Polizeichef Scarpia und der Sängerin Floria Tosca entspinnende Drama um Liebe, Eifersucht und Machtmissbrauch ist an drei konkreten Schauplätzen verortet: in der Kirche Sant’Andrea della Valle, der Wirkungsstätte des Malers Cavaradossi; im Palazzo Farnese, in dem der sadistische Polizeichef Scarpia sein Unwesen treibt; und im Castel Sant’Angelo als Gefängnis am Ufer des Tibers und Ort des Todes. Puccini beließ es jedoch nicht bei einer äußerlichen Milieuschilderung, sondern verlieh auch der Musik römisches Kolorit: Die Melodie des Te Deum im Finale des ersten Akts folgt römischem Ritualgebrauch; die originalen Tonhöhen des Glockengeläuts in der Umgebung der Engelsburg flossen in die Einleitungsmusik des dritten Akts ein und den Text zur Volksweise des Hirtenknaben ließ er eigens im Dialekt der Campagna, der hügeligen Umgebung Roms, dichten. Neben diesen reichhaltigen Rom-Bezügen der Oper bleibt oft unbeachtet, dass sie in Rom auch ihre Uraufführung erlebte, und zwar am 14. Januar 1900 im Teatro Costanzi.

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