Abschluss Digitalisierungsprojekt
Abschluss Digitalisierungsprojekt
Seit der Neueröffnung des Festspielarchivs in der Villa Riedenburg war das Archiv-Team mit einem ersten umfangreichen Digitalisierungsprojekt befasst. Dieses kommt nun zum Abschluss.
Die nunmehr digital vorliegenden Programmhefte, Plakate, Kostümentwürfe und 3D-Kostümmodelle werden über einen Online-Katalog einsehbar gemacht.
Ermöglicht wurde dies durch das Sponsoring seitens acm (austrian capital management GmbH) und durch das Förderprogramm „Kulturerbe digital“, eine Initiative des Bundesministeriums für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS), das diversen österreichischen Kultureinrichtungen finanzielle Mittel zur Verfügung stellt, um ihre Sammlungen in digitale Formate zu überführen und in die zentrale Kulturgut-Plattform „Kulturpool“ (www.kulturpool.at) einzuspeisen. Dank der Zuerkennung dieser Förderung konnte das Team des Festspielarchivs im Sommer 2024 mit der Digitalisierung von vier Teilbeständen der Sammlung beginnen.
Den größten Teil des Projekts machen die gedruckten Eigenpublikationen der Salzburger Festspiele aus. Neben sämtlichen Programmheften zu insgesamt über 6.400 Produktionen umfasst diese Materialgruppe zudem gebundene Jahresprogramme, Handzettel sowie Sonderpublikationen wie Ausstellungskataloge, Festreden und Almanache. Insgesamt 9.096 Publikationen mit einem Umfang von 249.105 Seiten mussten manuell katalogisiert werden, bevor sie an CCS Content Conversion Specialists GmbH, einem international führenden Experten für Retro-Digitalisierung, übergeben wurden.
Auch die weiteren Digitalisierungen fanden zum Teil in Kooperationen mit externen Partnern statt. Aus der Sammlung an Kostümentwürfen wurden zusammen mit der Firma Aumayer druck+media GmbH in Munderfing 9.481 digitale Bilder zu 263 verschiedenen Inszenierungen hergestellt. Für die Digitalisierung von 1.099 Plakaten wurde auf die Dienste des langjährigen Festspiel-Partners MEDIA DESIGN: RIZNER.AT in Salzburg zurückgegriffen.
Von vier ausgewählten Operninszenierungen, die in die Rezeptionsgeschichte eingegangen sind und daher in der Festspielgeschichte eine besondere Bedeutung haben, wurden die noch vorhandenen Kostüme und Requisiten 3D-gescannt. In enger Zusammenarbeit mit dem Kostüm- und Requisitenfundus der Festspiele erstellt Simon Hochleitner von der Kunstuniversität Linz in einem aufwendigen Photogrammetrieverfahren 3D-Modelle von 52 Kostümen und 25 Requisiten.
Die Digitalisierung wird unterstützt von acm (austrian capital management).