Tim Mead
Countertenor
Der britische Countertenor Tim Mead überzeugt sowohl auf der Opern- als auch auf der Konzertbühne und wird besonders für seine Interpretationen in Händel-Opern und Bach-Werken gefeiert.
In der Saison 2025/26 war er in Scarlattis Mitridate Eupatore am Teatro Massimo in Palermo, in Händels Athalia mit dem Amsterdam Baroque Orchestra unter Ton Koopman, Bachs Matthäus-Passion mit dem Royal Concertgebouw Orchestra unter Klaus Mäkelä und einer Barock-Matinee mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Simon Rattle zu erleben. Er setzte seine Partnerschaften mit dem Bach Collegium Japan, dem RIAS Kammerchor und dem Concert de la Loge fort, kehrte als Händels Giulio Cesare zum Grange Festival zurück und gibt mit Vox Luminis sein Debüt bei den Salzburger Festspielen.
2005 gab er sein Operndebüt in Monteverdis L’incoronazione di Poppea in Lyon. Seitdem war er u. a. als Ottone (Agrippina) an der Niederländischen Nationaloper in Amsterdam, Goffredo (Rinaldo) beim Glyndebourne Festival, Hamor (Jephtha) an der Pariser Opéra, Ruggiero (Orlando furioso) beim Bayreuth Baroque, Endimione (La Calisto) an der Bayerischen Staatsoper, in Sarros Achille in Sciro am Teatro Real in Madrid, Brittens Death in Venice an der Royal Opera, Covent Garden, und Cavallis Xerse mit Le Concert d’Astrée am MusikTheater an der Wien zu erleben.
Wichtige Konzertauftritte beinhalteten Händels Messiah mit dem New York Philharmonic, Bachs h-Moll-Messe mit Les Arts Florissants, die Matthäus-Passion mit dem Collegium Vocale Gent und Auftritte bei den BBC Proms, der Hollywood Bowl, mit dem Gabrieli Consort in der Wigmore Hall und mit The English Concert in Asien. Zudem sang er zeitgenössische Werke wie Written on Skin mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France unter dem Komponisten George Benjamin, in Glass’ Akhnaten an der Opera Ballet Vlaanderen, in der Uraufführung von Theo Loevendies The Rise of Spinoza im Concertgebouw Amsterdam und Silvia Colasantis Time’s Cruel Hand mit dem Cleveland Orchestra.
2023 veröffentlichte Tim Mead sein Solo-Debütalbum Sacroprofano bei Alpha Classics. Seine Diskografie umfasst außerdem u. a. die Aufnahmen Purcell Songs and Dances mit Les Musiciens de Saint-Julien (2018), Beauteous Softness mit La Nuova Musica (2023) und Händels Theodora mit Arcangelo (2024).
Tim Mead studierte am King’s College in Cambridge und am Royal College of Music in London.