Tabea Rothfuchs
Bildende Künstlerin
Die bildende Künstlerin Tabea Rothfuchs studierte audiovisuelle Kommunikation, interaktive Medien und transdisziplinäre Kunst in Basel und Zürich. Seit über 15 Jahren kreiert sie international Filme, Medienszenografien und Videoinstallationen für Musiktheater, Tanz, Schauspiel und Performance. Zu ihren Kooperationen zählten Projekte mit Institutionen wie der Niederländischen Nationaloper in Amsterdam, dem MusikTheater an der Wien, dem Theater Basel, der Oper Frankfurt sowie dem Konzerthaus und der Philharmonie in Berlin. Sie arbeitete bei internationalen Theater- und Musikfestivals wie dem Copenhagen Opera Festival, dem Gstaad Menuhin Festival und dem Amman International Theatre Festival in Jordanien und unternahm mit dem Goethe-Institut eine Forschungsreise in den Distrikt Sindschar im Nordirak.
Sie arbeitete mit Regisseur·innen und Künstlerkollektiven wie Bryan Arias, Sebastian Baumgarten, Barbora Horáková, Chris Kondek, Patricia Kopatchinskaja, Sebastian Nübling, Lydia Steier, La Fura dels Baus und der Volksbühne Basel zusammen.
Ihre interaktive Installation Emergence wurde 2016 für den Prix Ars Electronica nominiert. Die gemeinsam mit Bryan Arias entstandene Tanzproduktion 29. May 1913 als Teil des Doppelabends Le Sacre du printemps für das Hessische Staatsballett erhielt 2020 den Deutschen Theaterpreis DER FAUST in der Kategorie Choreografie.
Seit 2020 beschäftigt sie sich mit künstlerischer Forschung und veröffentlichte 2021 das Buch I lost time and space. Where am I? Erzählen von chronischen Schmerzen an der Zürcher Hochschule der Künste. Die dazugehörige Online-Version wurde von Fachkolleg·innen begutachtet und in Ausgabe 25 (2022) des Journal for Artistic Research (JAR) veröffentlicht.
Tabea Rothfuchs lehrte von 2019 bis 2021 Performance und räumliches Videodesign am Lehrstuhl für Architektur und Kunst von Karin Sander an der ETH Zürich. Seit 2025 ist sie Dozentin für Film, räumliches Videodesign und Medienszenografie im Studiengang Innenarchitektur und Szenografie an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel.