Biografie

Sonja Šarić

Stand: Juli 2020

Die serbische Sopranistin Sonja Šarić wurde 1990 in Sombor geboren und studierte von 2009 bis 2016 bei Snežana Stamenković an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim. Sie feierte Erfolge bei zahlreichen internationalen Wettbewerben: Zuletzt errang sie den ersten Preis beim Anneliese-Rothenberger-Wettbewerb 2015, die Goldmedaille beim Maria Callas Grand Prix 2017 und den zweiten Preis beim Elizabeth Connell Prize für dramatische Soprane 2019.

2011 gab Sonja Šarić ihr Operndebüt als Gräfin Almaviva (Le nozze di Figaro) beim Festival Sommer Oper Bamberg. 2013 wirkte sie bei den Salzburger Festspielen in einer Produktion von Ein Sommernachtstraum mit Mendelssohns Schauspielmusik unter Ivor Bolton mit. Im folgenden Jahr sang sie die Titelrolle in einer Version von Manon Lescaut für Kinder bei den Osterfestspielen in Baden-Baden. Zu Ostern 2015 kehrte sie als Erste adelige Waise (Der Rosenkavalier) unter Simon Rattle nach Baden-Baden zurück. Im selben Jahr gab sie ihr Rollendebüt als Donizettis Maria Stuarda am Mährisch-Schlesischen Nationaltheater in Ostrava.

Von Herbst 2016 bis Ende der Spielzeit 2018/19 war Sonja Šarić Mitglied des Opernstudios der Oper Graz, wo sie u.a. als Leonora (Il trovatore), Gräfin Almaviva, Madama Cortese (Il viaggio a Reims), Nedda (Pagliacci) und Signora Angiolieri in Stephen Olivers Kammeroper Mario and the Magician Erfolge feierte. In jüngster Zeit sang sie die Rolle der Leonora auch am Kroatischen Nationaltheater in Zagreb, am Nationaltheater Mannheim und im Januar 2020 in einer Neuproduktion am Landestheater Linz. Im November 2019 wirkte sie als Gerhilde in einer konzertanten Aufführung von Die Walküre unter Jaap van Zweden im Amsterdamer Concertgebouw mit.

Als Liedsängerin war Sonja Šarić u.a. beim Heidelberger Frühling und in Mannheim zu hören. Ihr Konzertrepertoire umfasst Bachs h-moll-Messe, Johannes-Passion und Weihnachtsoratorium, Händels Judas Maccabaeus, Vivaldis Gloria, Mozart-Messen, Verdis Requiem und Rossinis Stabat Mater. In Beethovens 9. Symphonie gab sie 2014 ihr Japan-Debüt. Neben den genannten Dirigenten hat sie u.a. auch mit Dirk Kaftan, Oksana Lyniv, Andrea Sanguineti und Steven Sloane zusammengearbeitet.

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