Ruth Stofer

Videodesignerin

Die Schweizer Videodesignerin Ruth Stofer studierte Kunst und Medien an der Zürcher Hochschule der Künste und arbeitete von 2012 bis 2016 als Videotechnikerin am Schauspielhaus Zürich, wo sie an zahlreichen Theaterstücken mitwirkte. 2012 entwickelte sie dort das Videodesign für Ruedi Häusermanns Stück Vielzahl leiser Pfiffe.

Seit 2016 ist sie selbstständig und entwickelte eine Vielzahl an Videodesigns mit und für Jan Bosse, Ruedi Häusermann, Karin Henkel, Eva-Maria Höckmayr, Volker Lösch, Christof Loy, Nina Russi, Lydia Steier und Vasily Barkhatov. Dabei arbeitete sie u. a. an den Münchner Kammerspielen, dem Schauspiel Leipzig, der Oper Frankfurt, dem Mousonturm Frankfurt, dem Theater Bonn, dem Opernhaus Zürich, dem Theater Basel, der Opéra national de Nancy-Lorraine und der Niederländischen Nationaloper in Amsterdam.

Ihre enge Zusammenarbeit mit dem Videokünstler Chris Kondek führte sie neben dem Theater Basel, dem Opernhaus Zürich und dem Schauspielhaus Zürich auch für Falk Richters Inszenierung von David Bowies und Enda Walshs Musical Lazarus an das Deutsche Schauspielhaus Hamburg. Mit der Gruppe doublelucky productions um Chris Kondek und Christiane Kühl entwickelte sie Performances wie YOU ARE OUT THERE (2017) und The Hairs Of Your Head Are Numbered (2018), die national und international auf Tournee gingen.

Im Bereich Oper erarbeitete sie Werke wie Strauss’ Der Rosenkavalier, Händels Serse, Wagners Lohengrin und Ligetis Le Grand Macabre. Gemeinsam mit Tabea Rothfuchs entwickelte sie das Videodesign für Patricia Kopatchinskajas außergewöhnliches Konzertprogramm Les Adieux.

Neben ihrem Wirken am Theater verfolgt Ruth Stofer stets ihre eigene künstlerische Arbeit, oft gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester Rebecca als Künstlerinnenduo stofer & stofer. 2017 erarbeitete das Duo mit Veronica Rodriguez die Multimedia-Performance Guts Reloaded und tourte damit in New York, Chicago und Detroit. stofer & stofer beteiligte sich an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland und gewann Werkbeiträge und Atelierstipendien in Paris und Chicago.

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Stand: Juli 2026