Raffaele Pe

Countertenor

© Michele Monasta

Der italienische Countertenor Raffaele Pe gilt als unermüdlicher Förderer der Barockkultur. Er arbeitete mit renommierten Dirigenten wie Jordi Savall, John Eliot Gardiner, René Jacobs, William Christie und Giovanni Antonini sowie mit namhaften Regisseuren, darunter Robert Carsen, Claus Guth, Damiano Michieletto, Pier Luigi Pizzi und Graham Vick, zusammen. Einladungen führten ihn an bedeutende Opernhäuser wie das Teatro del Maggio Musicale Fiorentino, das Teatro La Fenice, das MusikTheater an der Wien, das Teatro Real in Madrid und das Teatro Colón in Buenos Aires.

Er zählt zu den vielschichtigsten Händel-Interpreten unserer Zeit und hat ikonische Rollen wie Giulio Cesare, Rinaldo, Orlando, Serse, Nero, Arbace, Acis und Disinganno gesungen. Zudem widmet er sich der Musik Monteverdis, Cavallis und unbekannterer Komponisten des späten 17. Jahrhunderts und brachte Werke in modernen Erstaufführungen heraus, dazu zählen Cavallis Hipermestra beim Glyndebourne Festival, Melanis L’empio punito und Marazzolis Amore malato am Teatro Verdi in Pisa sowie Cavallis Veremonda beim Spoleto Festival USA.

Sein breites musikalisches Repertoire reicht vom Recitar Cantando bis zur zeitgenössischen Oper. Der libanesische Komponist Zad Moultaka schrieb seine Oper Hémon, auf ein Libretto von Paul Audi, speziell für seine Stimme. Die Uraufführung fand 2021 an der Opéra national du Rhin in Straßburg statt, dabei sang er zunächst im Bariton- und anschließend im Sopranregister.

Als Konzertsänger arbeitete er mit renommierten Orchestern und trat in bedeutenden Konzertsälen wie dem Wiener Musikverein, der Berliner Philharmonie, der Philharmonie de Paris, dem Palau de la Música Catalana in Barcelona und der Wigmore Hall in London auf.

2014 gründete er das Barockensemble La Lira di Orfeo, ein Kollektiv aus Musiker·innen, Künstler·innen und Forscher·innen, das bereits mehrere Alben aufgenommen hat. Häufig dirigiert er selbst.

Raffaele Pes Einspielung Giulio Cesare, a Baroque Hero mit La Lira di Orfeo wurde 2019 mit dem Abbiati-Preis ausgezeichnet.

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Stand: Juli 2026