Petr Popelka
Dirigent
Petr Popelka wird für seinen fesselnden und authentischen Zugang zum Dirigieren gefeiert. Seit der Saison 2024/25 ist er Chefdirigent der Wiener Symphoniker. Der Tscheche war außerdem bis Ende der Saison 2025/26 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Radio-Symphonieorchesters Prag. Von 2020 bis 2023 war er Chefdirigent des Norwegischen Rundfunkorchesters in Oslo. Ab der Spielzeit 2029/30 übernimmt er die Musikalische Leitung der Bayerischen Staatsoper.
Schwerpunkt der Saison 2025/26 mit den Wiener Symphonikern war das 125-jährige Orchesterjubiläum, das mit einem Festkonzert und einer anschließenden Europatournee begann. Eine Asientournee folgte im Frühjahr 2026. Neben diversen Auftritten im Wiener Konzerthaus und Musikverein führten sie zudem ihr erfolgreiches Festival Primavera da Vienna in Triest fort. Weitere Höhepunkte der Saison beinhalteten für den Dirigenten seine Debüts bei den Berliner und Münchner Philharmonikern und dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, seine Rückkehr zum Gewandhausorchester Leipzig, dem Chicago und Pittsburgh Symphony Orchestra und dem Cleveland Orchestra sowie eine Festivaltournee mit der Tschechischen Philharmonie. Als gefeierter Operndirigent brachte er im Johann-Strauss-Jahr 2025 eine Neuproduktion von Die Fledermaus am MusikTheater an der Wien heraus, dirigierte eine Tosca-Serie an der Berliner Staatsoper und Rusalka bei den Münchner Opernfestspielen 2026.
Er gastierte u. a. am Opernhaus Zürich mit Mozarts Don Giovanni, der Bayerischen Staatsoper mit Janáčeks Káťa Kabanová, der Deutschen Oper Berlin mit Wagners Tristan und Isolde, der Semperoper Dresden mit Schostakowitschs Die Nase und am MusikTheater an der Wien mit Weinbergers Schwanda und arbeitete mit Orchestern wie der Staatskapelle Berlin, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, den Bamberger Symphonikern, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Schwedischen und Dänischen Radio-Symphonieorchester sowie dem NHK Symphony Orchestra. Zudem wurden bedeutende TV-Festkonzerte mit ihm produziert, darunter das Konzert der Tschechischen Philharmonie zum Gedenken an die Samtene Revolution und das Nobelpreiskonzert 2024 mit dem Royal Stockholm Philharmonic Orchestra.
Petr Popelka erhielt seine musikalische Ausbildung in seiner Heimatstadt Prag und in Freiburg. Seine Dirigierkarriere begann er 2019, nachdem er von 2010 bis 2019 Stellvertretender Solo-Kontrabassist der Sächsischen Staatskapelle Dresden war.