Olivier Latry

Organist

© Deyan Parouchev

Der französische Organist Olivier Latry hat sich als führender Botschafter seines Instruments etabliert. Er hat sämtliche Bereiche der Orgelmusik erkundet und verfügt über ein außergewöhnliches Talent als Improvisator. Mit 23 Jahren wurde er zum Titularorganisten an der Notre-Dame de Paris ernannt, seit 2012 ist er Organist Emeritus des Orchestre symphonique de Montréal.

Er war zu Gast in renommierten Spielstätten weltweit, darunter die Philharmonie de Paris, das Concertgebouw Amsterdam, die Berliner Philharmonie, die Elbphilharmonie in Hamburg, der Wiener Musikverein, die Tonhalle in Zürich, das Müpa Budapest, das Musiikkitalo in Helsinki, die Royal Albert Hall, die Walt Disney Concert Hall in Los Angeles und die Suntory Hall in Tokio.

Als Solist trat er mit führenden Orchestern wie dem Los Angeles Philharmonic, dem San Francisco Symphony Orchestra, dem Orchestre de Paris, dem Philharmonia Orchestra, den Berliner Philharmonikern, dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien, den Göteborger Symphonikern, dem Rotterdams Philharmonisch Orkest und dem NHK Symphony Orchestra unter Dirigenten wie Alain Altinoglu, Myung-Whun Chung, Kent Nagano, Andris Nelsons, Rafael Payare, Santtu-Matias Rouvali, Jukka-Pekka Saraste, Krzysztof Urbański, Osmo Vänskä und Edo de Waart auf. 2024/25 war er Artist in Residence der Dresdner Philharmonie.

Zu Höhepunkten zählten die Uraufführung von Esa-Pekka Salonens Sinfonia Concertante für Orgel (2023), Kaija Saariahos Maan varjot unter Stéphane Denève, Michael Gandolfis Ascending Light mit dem Boston Symphony Orchestra und Benoît Merniers Orgelkonzert im Bozar in Brüssel sowie Erstaufführungen von Dusapins Waves und Thierry Escaichs 3. Orgelkonzert.

Seine Diskografie bei Labels wie Deutsche Grammophon, Naïve, Warner Classics und La Dolce Volta beinhaltet die Gesamteinspielung von Messiaens Orgelwerk, ein Franck-Album, Saint-Saëns’ 3. Symphonie, ein Rezital an der Rieger-Orgel der Philharmonie de Paris sowie die Alben Trois siècles d’orgue à Notre-Dame de Paris, Bach to the Future und Liszt Inspirations.

Olivier Latry lehrte bis 2024 am Pariser Conservatoire. Er ist Träger zahlreicher internationaler Auszeichnungen, darunter 2009 „International Performer of the Year“ der American Guild of Organists und 2010 die Ehrendoktorwürde der McGill University in Montreal.

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Stand: Juli 2026

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