Nina Solodovnikova
Sopran
Die russische Sopranistin Nina Solodovnikova gilt als aufstrebendes Talent der europäischen Opernszene. Sie gewann einen Sonderpreis beim Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb und war 2024/25 Stipendiatin an der Deutschen Oper Berlin. Mit der Spielzeit 2025/26 wechselte sie fest ins dortige Ensemble und übernahm Partien wie Violetta (La traviata), Musetta (La bohème), Pamina (Die Zauberflöte), Micaëla (Carmen), Gilda (Rigoletto) und zuletzt Woglinde (Götterdämmerung) und Liù (Turandot).
Zu weiteren Höhepunkten der Saison 2025/26 zähl(t)en Giulietta in Bellinis I Capuleti e i Montecchi am Staatstheater Braunschweig, ein Arienrezital in der Musashino Hall in Tokio sowie ihr Debüt bei den Salzburger Festspielen als Giunia (Lucio Silla). Die kommende Saison wird sie als Donna Elvira (Don Giovanni) an der Lyric Opera of Chicago unter Enrique Mazzola eröffnen.
Zu früheren Auftritten zählten Adina (L’elisir d’amore) am Daegu Opera House in Südkorea, Violetta an der Ópera de Tenerife, Pietro il Grande, kzar delle Russie unter Rinaldo Alessandrini beim Donizetti Opera Festival in Bergamo, Valencienne in Lehárs Die lustige Witwe und Fannì in Rossinis La cambiale di matrimonio unter Daniel Oren am Teatro Verdi in Salerno, Musetta in einer Inszenierung von Graham Vick am Teatro Comunale in Bologna, Aspasia (Mitridate, re di Ponto) am Teatro Olimpico di Vicenza und Oscar (Un ballo in maschera) unter Yves Abel im Auditorio Baluarte in Pamplona. Sie sang zudem Despina (Così fan tutte) am Tiroler Landestheater, Giunia und Leïla (Les Pechêurs de perles) am Salzburger Landestheater sowie Fiordiligi (Così fan tutte) am Teatro Mayor in Bogotà.
Von 2016 bis 2018 war sie Mitglied der Scuola dell’Opera des Teatro Comunale in Bologna und 2017 zudem Mitglied des Opera (e)Studio der Ópera de Tenerife.
Nina Solodovnikova wurde in Moskau geboren, studierte zunächst in ihrer Heimatstadt Gesang und setzte ihre Studien am Conservatorio di Bologna sowie an der Accademia Musicale Chigiana bei William Matteuzzi fort. Zusätzlich spezialisierte sie sich an der Accademia Filarmonica di Bologna bei Romina Basso auf Barockrepertoire, bildete sich an der Accademia Teatro alla Scala bei Luciana Serra weiter und besuchte Meisterkurse bei Mariella Devia, Luciana D’Intino und Giulio Zappa.