Meike Droste
Schauspielerin
Meike Droste, geboren 1980, trat bereits während ihres Schauspielstudiums an der Otto Falckenberg Schule an den Münchner Kammerspielen auf. Noch vor ihrem Abschluss engagierte sie Claus Peymann an das Berliner Ensemble, wo sie u.a. in Brechts Die heilige Johanna der Schlachthöfe in der Titelrolle zu sehen war. Es folgte ein Engagement an das Schauspielhaus Zürich. Ab 2006/07 gehörte Meike Droste acht Jahre lang dem Ensemble des Deutschen Theaters Berlin an und arbeitete mit Regisseur·innen wie Peter Zadek, Jürgen Gosch, Barbara Frey, Michael Thalheimer, Karin Henkel, Jette Steckel und Dimiter Gotscheff.
Für ihre Rolle als Mascha in Tschechows Die Möwe (Regie: Jürgen Gosch), einer Produktion des Deutschen Theaters Berlin in Koproduktion mit der Volksbühne Berlin, die 2009 auch bei den Salzburger Festspielen zu sehen war, wurde sie mit dem Deutschen Theaterpreis Der Faust ausgezeichnet. Ihr Debüt in Salzburg erfolgte bereits 2002 in Peter Turrinis Da Ponte in Santa Fe (Regie: Claus Peymann); 2013 war sie als Agnes Sorel in Schillers Die Jungfrau von Orleans (Regie: Michael Thalheimer) und 2015 als Adriana in Shakespeares Die Komödie der Irrungen (Regie: Henry Mason) bei den Salzburger Festspielen zu Gast.
Neben ihrer Arbeit am Theater steht Meike Droste regelmäßig für Film und Fernsehen vor der Kamera. Mit zahlreichen Rollen in vielbeachteten Filmproduktionen, darunter Tatort, Hannah Mangold & Lucy Palm, Der Fall Bruckner und als Dorfkommissarin Bärbel Schmied in der ARD-Serie Mord mit Aussicht, wurde sie einem breiten Publikum bekannt. In der ARD-Reihe Frau Temme sucht das Glück übernahm sie ebenso eine Titelrolle wie in dem ZDF-Vierteiler Deutscher und in der Serie Der Kommissar und die Wut. Sie wirkte in der Serie Das Leben ist kein Kindergarten und dem Weihnachtsfilm Wenn das fünfte Lichtlein brennt mit. 2023 war sie in einer Hauptrolle in der ZDF-Serie Wendehammer zu sehen. 2024 folgte mit Der Kommissar und die Angst ein weiterer Teil der ZDF-Krimireihe mit Meike Droste in der Hauptrolle.
Für das Kino drehte sie u.a. Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm (Regie: Joachim A. Lang) und Enfant Terrible (Regie: Oskar Roehler), der 2020 nach Cannes eingeladen wurde. Another German Tank Story (Regie: Jannis Alexander Kiefer), in dem sie die Hauptrolle spielt, feierte 2024 beim Internationalen Filmfestival Shanghai und beim Filmfest München Premiere; 2025 war sie mit Bernd – Operation Germanenkind (Regie: Cornelius Schwalm) erneut beim Filmfest München vertreten.
Meike Droste gastiert regelmäßig an deutschsprachigen Theatern und war u.a. als Gretchen in Zum Augenblicke sagen: Verweile doch! (Szenen aus Goethes Faust, Regie: Jürgen Flimm) bei der Wiedereröffnung der Staatsoper Unter den Linden 2017 in Berlin, in der Performance Ménage de la maison von Olaf Nicolai in Potsdam und in Berlin und als Hermia in Barbara Freys Inszenierung von Ein Sommernachtstraum, mit der die Ruhrtriennale 2023 und die Spielzeit des Wiener Burgtheaters 2023/24 eröffnet wurden, zu erleben. Im Herbst 2023 gab sie im Rahmen der Barocktage der Staatsoper Unter den Linden die Medea.
Gemeinsam mit Fritzi Haberlandt und den Regisseurinnen Sabine Auf der Heyde und Holle Münster adaptierte sie Miranda Julys Roman Auf allen Vieren für die Bühne. Das Stück wurde im Februar 2026 in den Sophiensælen Berlin uraufgeführt und gastierte seither u.a. am Grand Théâtre de la Ville de Luxembourg, am Theater im Pumpenhaus in Münster und bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen.