Biografie

Mariss Jansons

Stand: August 2018

Mariss Jansons wurde 1943 in Riga als Sohn des Dirigenten Arvīds Jansons geboren und schloss sein Studium am Leningrader Konservatorium in den Fächern Violine, Klavier und Dirigieren mit Auszeichnung ab. Anschließend setzte er seine Ausbildung in Wien bei Hans Swarowsky und in Salzburg bei Herbert von Karajan fort. 1971 war er Preisträger beim Dirigentenwettbewerb der Karajan-Stiftung in Berlin. Im selben Jahr machte ihn Jewgeni Mrawinski zu seinem Assistenten bei den Leningrader Philharmonikern, den heutigen Sankt Petersburger Philharmonikern. Bis 1999 blieb Mariss Jansons diesem Orchester als ständiger Dirigent eng verbunden. Von 1979 bis 2000 setzte er Maßstäbe als Chefdirigent der Osloer Philharmoniker, die er zu einem internationalen Spitzenorchester formte. Außerdem war er Erster Gastdirigent des London Philharmonic Orchestra (1992–1997) und Musikdirektor des Pittsburgh Symphony Orchestra (1997–2004).

Seit 2003 ist Mariss Jansons Chefdirigent des Symphonieorchesters und des Chors des Bayerischen Rundfunks. Von 2004 bis 2015 war er zugleich Chefdirigent des Amsterdamer Concertgebouworkest, das ihn im Februar 2015 zu seinem Ehrendirigenten ernannte. Nach seinem Abschiedskonzert im März 2015 wurde ihm die Silberne Ehrenmedaille der Stadt Amsterdam überreicht. Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet Mariss Jansons auch mit den Berliner Philharmonikern sowie den Wiener Philharmonikern, deren Neujahrskonzert er 2016 zum dritten Mal leitete.

Mariss Jansons ist Ehrenmitglied der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, der Royal Academy of Music in London sowie der Wiener und der Berliner Philharmoniker. Für seinen Einsatz bei den Osloer Philharmonikern wurde ihm der Königliche Norwegische Verdienstorden verliehen. 2003 erhielt er die Hans-von-Bülow-Medaille der Berliner Philharmoniker, und 2004 ehrte ihn die Londoner Royal Philharmonic Society als Dirigent des Jahres. 2006 erklärte ihn die Midem zum Künstler des Jahres, während er von der Republik Lettland den Drei-Sterne-Orden erhielt. Im selben Jahr wurde seine Aufnahme von Schostakowitschs 13. Symphonie mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit dem Grammy in der Kategorie Beste Orchesterdarbietung ausgezeichnet. Mariss Jansons wurde drei Mal mit dem ECHO Klassik geehrt: 2007 als Dirigent des Jahres, 2008 für eine CD mit Werken von Bartók und Ravel sowie 2010 für eine Aufnahme von Bruckners 7. Symphonie. 2009 erhielt er das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst, 2010 den Bayerischen Maximiliansorden. 2013 nahm Mariss Jansons für sein dirigentisches Lebenswerk den renommierten Ernst von Siemens Musikpreis und vom deutschen Bundespräsidenten Joachim Gauck das Große Bundesverdienstkreuz mit Stern entgegen. 2015 wurde Mariss Jansons zum Commandeur de l’Ordre des Arts et des Lettres ernannt. 2017 ehrte ihn die Royal Philharmonic Society mit der Gold Medal, und im März 2018 erhielt er den internationalen Léonie-Sonning-Musikpreis.

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