Lani Tran-Duc
Ausstatterin
Die Ausstatterin Lani Tran-Duc begann ihre Karriere als Assistentin am Thalia Theater Hamburg. Seither ist sie freischaffend als Bühnen- und Kostümbildnerin sowohl im Stadttheaterkontext als auch in der freien Szene tätig.
Sie entwirft Räume und Kostüme für Musiktheater- und Schauspielproduktionen sowie Tanz- und Performanceprojekte. Dabei arbeitet sie entweder allein oder mit Anika Marquardt als Teil des Atelier Lanika. Zu den ersten gemeinsamen Arbeiten zählte 2013 Nicolas Stemanns Inszenierung Kommune der Wahrheit bei den Wiener Festwochen.
Projekte in der Spielzeit 2025/26 beinhalteten u. a. Ganz schön viel Ostkram am Theater Lübeck, die Wiederaufnahme von Golda Bartons Cypressenburg am Wiener Burgtheater und die Uraufführung von Bartons Porneia sowie Sascha Marianna Salzmanns Reihe Umbrüche am Thalia Theater.
Bereits während ihrer Assistenzzeit von 2010 bis 2012 entwarf sie Bühnenbilder für das Thalia Theater und die Kulturfabrik auf Kampnagel und arbeitete mit den Regisseur·innen Luk Perceval, Alexander Simon, Maria Ursprung und Felix Meyer-Christian. Seitdem entstanden Ausstattungen für Bühnen wie das Deutsche Theater Berlin, die Elbphilharmonie in Hamburg, das Theater Orchester Heidelberg, das Staatstheater Darmstadt, das Theater Erlangen, das Deutsche Theater Göttingen, den Mousonturm in Frankfurt, das Nationaltheater Mannheim, das Wiener Burgtheater und die Bühnen Bern. Zahlreiche Stücke wurden zu Festivals wie dem Stückemarkt des Berliner Theatertreffens, dem Festival Politik im Freien Theater, dem asphalt Festival und dem Lucerne Festival eingeladen.
Eine enge Zusammenarbeit verbindet sie mit dem Regisseur Helge Schmidt, der Performerin und Regisseurin Simone Dede Ayivi, der Regisseurin Isabelle Redfern sowie der Violinistin Patricia Kopatchinskaja.
Lani Tran-Duc wurde 1982 in München geboren und studierte Architektur an der Universität der Künste Berlin und der ETSAV in Barcelona. 2014 gewann sie für die Ausstattung zu Jon Fosses Besuch in der Regie von Maria Ursprung am Lichthof Theater den Theaterpreis Hamburg — Rolf Mares in der Kategorie „Bestes Bühnenbild“. 2019 wurden Helge Schmidts Cum-Ex Papers mit dem Theaterpreis DER FAUST und 2021 sein Tax for free mit dem Theaterpreis Hamburg — Rolf Mares ausgezeichnet. Beide Produktionen wurden vom Atelier Lanika ausgestattet.