Klevis Elmazaj
Choreograf
Der niederländisch-albanische Choreograf Klevis Elmazaj wuchs in Berat auf, bevor seine Familie in den 1990er-Jahren nach Italien emigrierte. Ersten Tanzunterricht erhielt er von Ilir Shaqiri und von Solisten des Nationaltheaters für Oper und Ballett in Tirana. Dank eines Stipendiums konnte er seine Ausbildung an der Tanzschule Ateneo Danza in Forlì bei Stefania Sansavini fortsetzen, bevor er an der Rambert School of Ballet and Contemporary Dance in London graduierte.
Als Choreograf arbeitet er für Tanz-, Oper-, Musical- und Schauspielproduktionen. Im Bereich Oper kreierte er die Choreografien in Rusalka am Teatro Real in Madrid (2020), in Rimski-Korsakows Die Nacht vor Weihnachten an der Oper Frankfurt (2021), in Salome an der Finnischen Nationaloper in Helsinki (2022), in Lohengrin an der Niederländischen Nationaloper in Amsterdam (2023) und in Pique Dame an der Bayerischen Staatsoper in München (2024).
Für seine Choreografie in einer Tournee-Produktion von West Side Story wurde er bei den niederländischen Musical Awards 2026 in der Kategorie „Beste Choreografie“ nominiert. 2026 schuf er die Choreografie im Musical Spring Awakening an der Volksoper Wien.
Neben seiner Arbeit in Oper und Musical kreierte Klevis Elmazaj eigene Tanzstücke, mit denen er bei internationalen Wettbewerben angetreten ist. Er erhielt den Zweiten Preis bei der Burgos / New York International Choreography Competition für seine Choreografie Until the Sand (2016), war Finalist beim Youth America Grand Prix für Where the Sun Rises (2018) und gewann den Ersten Preis beim Wettbewerb des Festival Danza en el Camino für The Silent Way (2019).
2021 gründete er das Produktionsunternehmen ImagineWonders, das sich dem Geschichtenerzählen durch das Zusammenspiel von Tanz, Theater, Film und Musik widmet.
Mit Ciao, bella ciao gibt Klevis Elmazaj 2026 sein Debüt als Choreograf bei den Salzburger Pfingstfestspielen.