Kirill Kobantschenko

Geiger

© Louis Casanova Sorolla

Der Geiger Kirill Kobantschenko zählt zu den vielseitigsten Musikerpersönlichkeiten seiner Generation. Als Mitglied der Wiener Philharmoniker und des Orchesters der Wiener Staatsoper verbindet er höchste orchestrale Tradition mit einer außergewöhnlichen Offenheit für musikalische Grenzgänge.

Er wurde 1978 in Odessa in eine Musikerfamilie geboren — die Mutter war klassische Pianistin, der Vater Jazzmusiker — und entwickelte schon früh eine Leidenschaft für unterschiedlichste musikalische Ausdrucksformen. Seine Ausbildung führte ihn von der legendären Stoljarski-Schule in Odessa über Studien bei Zakhar Bron nach Wien, wo ihn Dora Schwarzberg und Boris Kuschnir entscheidend prägten.

Seit 2001 ist er Mitglied der Wiener Staatsoper, seit 2004 gehört er den Wiener Philharmonikern an.

Parallel dazu verfolgt er eine eigenständige künstlerische Vision: Mit der von ihm gegründeten Plattform K + K Vienna schafft er Programme, die klassische Kammermusik mit Jazz, World Music und elektronischen Klängen verbinden und neue Perspektiven auf das Konzertformat eröffnen. Das Ensemble war mehrfach zum Eröffnungsfest der Salzburger Festspiele eingeladen und erregte mit dem bei der Deutschen Grammophon erschienenen Album Vienna Is Calling You internationale Aufmerksamkeit.

Seine künstlerische Neugier führte zu Kooperationen mit Persönlichkeiten wie Fatma Said, Parov Stelar und Rolando Villazón. Ob auf den großen Konzertpodien der Welt oder in genreübergreifenden Projekten, er versteht Musik als lebendigen Dialog zwischen Tradition und Gegenwart.

Abseits der Bühne widmet sich Kirill Kobantschenko mit derselben Leidenschaft dem DJ-ing und dem Boxsport — zwei Welten, deren Energie, Rhythmus und Spontanität auch sein musikalisches Denken prägen.

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Stand: August 2026

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