Katharina Pelosi

Sounddesignerin

Die Sounddesignerin Katharina Pelosi studierte am Institut für Angewandte Theaterwissenschaften in Gießen und arbeitet als Audiokünstlerin im Bereich Theater, Performance, Choreografie, Film, Hörspiel und Installation. Sie ist Mitbegründerin des Performance- und Medienkunstkollektivs Swoosh Lieu, dessen Arbeiten u. a. beim Stückemarkt des Berliner Theatertreffens, dem Impulse Festival und der Tanzplattform Deutschland gezeigt wurden.

Als Theatermusikerin versteht sie Musik und Sound als erzählende und gestaltende Mittel, in vielen Produktionen performt sie live. Ihre Sounddesigns waren u. a. in Inszenierungen in den Sophiensælen in Berlin, bei Kampnagel in Hamburg, am Schauspiel und am Mousonturm in Frankfurt sowie dem Schauspielhaus Graz zu erleben.

Sie beschäftigt sich mit soundbasierten Formen des Erinnerns und der Transformation visueller Phänomene in das akustische Medium. Recherchen aus queerfeministischer und antirassistischer Perspektive sowie die Einbindung zivilgesellschaftlicher Akteur·innen sind oft Ausgangspunkt ihrer Projekte. Soundwalks, Installationen und Hörspiele entstanden u. a. für das Theater und Orchester Heidelberg, das Oldenburgische Staatstheater, das CCA Tel Aviv-Yafo und im Rahmen von Urbane Künste Ruhr.

Sie hat Hörspiele für den NDR, WDR, HR und den Deutschlandfunk produziert. Ihr künstlerisches Feature Call to Listen wurde 2019 mit dem Preis des Leipziger Hörspielsommers ausgezeichnet.

Katharina Pelosi war Stipendiatin des Goethe-Instituts Villa Kamogawa in Kyoto, der Casa Baldi in Rom (Deutsche Akademie Villa Massimo) und der Kulturakademie Tarabya in Istanbul. Sie gibt regelmäßig Workshops und unterrichtet an Universitäten und Kunsthochschulen wie der HafenCity Universität (HCM) in Hamburg, der Zürcher Hochschule der Künste und ihrer Alma Mater.

Sie hat wissenschaftlich-künstlerisch zu Sound als einem erinnerungskulturellenMedium promoviert. Die Publikation Aufnehmen, Arrangieren, Zuhören. Formen akustischen Erinnerns im post_kolonialen Hamburg erscheint im Herbst 2026.

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Stand: Juli 2026