Biografie

Jonathan Nott

Stand: August 2019

Als gefeierter Interpret von Kompositionen Gustav Mahlers wurde Jonathan Nott 2014 eingeladen, das Orchestre de la Suisse Romande bei einer Aufführung von Mahlers 7. Symphonie zu dirigieren. Diese erste Begegnung führte im Januar 2017 zu seiner Ernennung als Musikalischer und Künstlerischer Leiter des Orchesters.

Jonathan Nott studierte Musik an der University of Cambridge, Gesang und Flöte am Royal Northern College of Music in Manchester und Dirigieren in London, bevor er seine Karriere an den Opernhäusern von Frankfurt und Wiesbaden begann. Seither hat er alle bedeutenden Opern dirigiert, darunter auch Wagners Ring.

Seit 1997 verbindet Jonathan Nott eine besondere musikalische Beziehung mit der Schweiz: als Chefdirigent des Luzerner Sinfonieorchesters war er während der Eröffnungsperiode des KKL Luzern besonders engagiert. Er ist dort mit dem von Pierre Boulez gegründeten Ensemble intercontemporain erfolgreich aufgetreten, als dessen Chefdirigent er von 2000 bis 2003 wirkte.

Seine 16 Jahre als Chefdirigent der Bamberger Symphoniker, von 2000 bis 2016, waren von bereichernden und vielseitigen Initiativen geprägt. Jonathan Nott gründete eine Artist-in-Residence-Reihe, unternahm regelmäßige Tourneen mit dem Orchester sowohl in Deutschland als auch im Ausland. 2010 erhielt er einen MIDEM Classical Award für seine Einspielung von Mahlers 9. Symphonie und rief den Dirigentenwettbewerb The Mahler Competition ins Leben, zu dessen Preisträgern heute berühmte Dirigenten wie Gustavo Dudamel und Lahav Shani zählen.

Seit 2014 ist Jonathan Nott außerdem Musikdirektor des Tokyo Symphony Orchestra. Er wirkt zudem als ein wichtiger Impulsgeber für junge Musiker durch seine langfristige Verpflichtung mit der Jungen Deutschen Philharmonie und dem Gustav Mahler Jugendorchester.

Jonathan Notts Diskografie enthält u. a. sämtliche Orchesterwerke von Ligeti, eingespielt von den Berliner Philharmonikern, die Aufnahme aller Symphonien Schuberts und Mahlers mit den Bamberger Symphonikern sowie von Mahlers Das Lied von der Erde mit den Wiener Philharmonikern und Jonas Kaufmann. Seine erste Aufnahme als Chefdirigent des Orchestre de la Suisse Romande mit Werken von Richard Strauss, Claude Debussy und György Ligeti erschien im September 2018 beim Label Pentatone.

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