Gianluca Falaschi
Kostümbildner
Gianluca Falaschi studierte in seiner Heimatstadt Rom Architektur und Theaterwissenschaft und absolvierte die Accademia Costume & Moda.
Er arbeitete für renommierte Bühnen in ganz Europa, darunter die Mailänder Scala, das Teatro dell’Opera in Rom, das Opernhaus Zürich, das Teatro La Fenice in Venedig, die Opéra de Monte-Carlo, die Semperoper Dresden, die Wiener Staatsoper, die Oper Köln, das Theater Basel, das Staatstheater Mainz und der Maggio Musicale Fiorentino, sowie für das Sydney Opera House. Er schuf Kostüme für über 100 Opern-, Schauspiel- und Ballettproduktionen.
Mit Davide Livermore arbeitete er in mehr als 30 Inszenierungen zusammen, darunter sechs Produktionen an der Scala. Seit 2025 kreiert er die Kostüme für Livermores Ring-Inszenierung in Monte Carlo.
Darüber hinaus schuf er die Kostüme für Lydia Steiers Inszenierungen von Les Troyens an der Semperoper, Carmen in Köln und für Dusapins Perelà, uomo di fumo und Glucks Armide in Mainz. Mit Barrie Kosky arbeitete er in Die lustige Witwe in Zürich und in Così fan tutte in Wien zusammen.
Für das Alberta Ballet kreierte er die Kostüme in Benjamin Pechs Choreografie von Schwanensee sowie in Francesco Ventriglias Choreografien von The Wizard of Oz, Boléro, Don Quixote und Der Nussknacker. Für eine Produktion von Der Nussknacker arbeitete er auch mit dem Choreografen Paul Chalmer in Rom zusammen.
Seit einigen Jahren ist Gianluca Falaschi auch als Regisseur tätig. So inszenierte er Porporas Angelica beim Festival della Valle d’Itria, Adriana Lecouvreur in Mainz und Düsseldorf, Vivaldis Griselda in Venedig, I Capuleti e i Montecchi in Catania, Donizettis Chiara e Serafina in Bergamo und Turandot in Mainz. 2027 folgt L’italiana in Algeri in Monte Carlo.
Zu den Preisen, mit denen Gianluca Falaschi ausgezeichnet wurde, zählen der Premio Abbiati, der Premio Ubu und der Premio Le Maschere del Teatro Italiano. Bei der Kritikerumfrage der Zeitschrift Opernwelt wurde er 2015, 2017 und 2024 zum Kostümbildner des Jahres gewählt. 2024 wurde er von der Fondazione Cologni zum Maestro d’Arte e Mestiere ernannt.