Florian Sempey
Bariton
Der französische Bariton Florian Sempey ist ein vielgefragter Gast an führenden internationalen Opernhäusern. Engagements führten ihn u. a. an die Opéra und das Théâtre des Champs-Élysées in Paris, die Royal Opera, Covent Garden, das Teatro dell’Opera in Rom, das Teatro Real in Madrid und das New National Theatre in Tokio. Auf dem Konzertpodium war er mit herausragenden Orchestern wie den Wiener Symphonikern, den Berliner Philharmonikern und dem Orchestre National de France in einem vielfältigen Repertoire zu hören, das von Händels Kantate Apollo e Dafne bis zu Mahlers Liedern eines fahrenden Gesellen reicht. 2022 wurde ihm vom französischen Kulturministerium der Titel eines Chevalier des Arts et des Lettres verliehen.
Vor seinem Salzburg-Debüt als Don Profondo (Il viaggio a Reims) bei den Pfingstfestpielen sang Florian Sempey in der Spielzeit 2025/26 seine erste Verdi-Rolle — Ford (Falstaff) — an der Opéra de Marseille, gab sein Debüt am Palau de les Arts Reina Sofía in Valencia als Valentin in einer Neuproduktion von Faust und war in dieser Rolle auch in einer Neuproduktion an der Bayerischen Staatsoper und bei seinem Debüt im Amsterdamer Concertgebouw zu erleben. Im Konzertbereich sang er erstmals die Partie des Joseph in Berlioz’ L‘Enfance du Christ mit Chor und Orchester der Stiftung Omroep Muziek in Utrecht.
In der Saison 2024/25 gab Florian Sempey sein Rollen- und Hausdebüt als Marcello (La bohème) an der Opéra de Monte-Carlo, wohin er für einen Doppelabend aus L’Enfant et les Sortilèges und L’Heure espagnole zurückkehrte. Außerdem gab er Hausdebüts am Opernhaus Zürich als Malatesta (Don Pasquale) und an der Santa Fe Opera als Graf Almaviva (Le nozze di Figaro) und kehrte als Valentin an die Pariser Opéra, als Don Giovanni ans Théâtre des Champs-Élysées, als Zurga (Les Pêcheurs de perles) zum Festival d’Aix-en-Provence und als Prosdocimo (Il turco in Italia) an die Opéra de Lyon zurück. Auf dem Konzertpodium war er als Albert (Werther) mit dem Orchestre de Chambre de Genève und in Faurés Requiem mit dem Orchestre national du Capitole de Toulouse zu hören.
Florian Sempey studierte am Konservatorium in Libourne und ab 2007 bei Maryse Castets am Konservatorium in Bordeaux. Im folgenden Jahr gewann er den Ersten Opernpreis und den Publikumspreis beim Gesangswettbewerb der Amis du Grand Théâtre an der Opéra National de Bordeaux. Mit 21 Jahren gab er an diesem Haus sein Bühnendebüt als Papageno, und ab 2010 war er für zwei Jahre Mitglied des Atelier Lyrique der Pariser Opéra. 2012 erhielt er den renommierten Prix Carpeaux.