Ersan Mondtag

Regisseur

© Lukas Städler

Ersan Mondtag arbeitet als interdisziplinärer Künstler insbesondere auf dem Feld der bildenden Künste und des Theaters. Seit einigen Jahren ist er auch als Opernregisseur erfolgreich. Für seine Regiearbeiten kreiert er selbst Bühnenbilder und Kostüme.

Im Alter von 30 Jahren hatte er bereits renommierte Preise sowohl für Regie als auch für Bühnen- und Kostümbild erhalten. Von der Zeitschrift Theater heute wurde er 2016 zum Nachwuchsregisseur des Jahres und 2017 zum Kostümbildner des Jahres gewählt. Ebenfalls 2017 wurde er bei der Kritikerumfrage des Magazins Die deutsche Bühne zum Bühnenbildner des Jahres gekürt. 2025 wurde er von der Berliner Zeitung mit dem Kulturpreis Berliner Bär ausgezeichnet.

Wichtige Inszenierungen umfassen Sam Max’ Double Serpent am Staatstheater Wiesbaden 2024, Alexander Kerlins und Matthias Seiers Das Internat am Schauspiel Dortmund 2018, Olga Bachs Die Vernichtung an den Bühnen Bern 2016 und Tyrannis am Staatstheater Kassel 2015. Alle vier Inszenierungen wurden jeweils zum Berliner Theatertreffen eingeladen.

2020 gab er mit Schrekers Der Schmied von Gent sein Debüt als Opernregisseur an der Opera Vlaanderen in Koproduktion mit dem Nationaltheater Mannheim. Es folgten Weills Der Silbersee (2021) an der Opera Vlaanderen in Koproduktion mit der Opéra national de Nancy-Lorraine, Rued Langgaards Antikrist (2022) an der Deutschen Oper Berlin (auch auf DVD erschienen), ein Doppelabend mit Gianni Schicchi und L’Heure espagnole (2024) am Teatro dell’Opera in Rom, La forza del destino (2025) an der Opéra national de Lyon, Salome (2025) an der Opera Vlaanderen, Braunfels’ Die Vögel (2026) in Wiesbaden und Les Pêcheurs de perles (2026) an der Wiener Staatsoper.

Darüber hinaus inszenierte er 2024 Sibylle Bergs Toto oder Vielen Dank für das Leben am Wiener Burgtheater und 2026 Albert Ostermaiers Munich Machine am Residenztheater München.

Bei der 60. Biennale von Venedig gestaltete Ersan Mondtag den deutschen Pavillon. Im Zentrum der Installation Thresholds stand dabei sein Kunstwerk Monument eines unbekannten Menschen, das unter dem Titel Asbest auch in der Berliner König Galerie zu sehen war.

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Stand: Juli 2026

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