Daniela Ziegler
Schauspielerin
Daniela Ziegler zählt zu den bekanntesten Darstellerinnen im deutschen Fernsehen, Theater und Musical. Die in Offenbach geborene Schauspielerin trat regelmäßig an den großen Schauspielhäusern u.a. in Wien, Frankfurt, Basel, Zürich, Hamburg und Berlin auf. Ihre Rollen reichen vom klassischen Fach (Elisabeth in Schillers Maria Stuart, Helena in Goethes Faust II) bis zu Charakteren moderner Autoren (Maria Callas in Meisterklasse von Terrence McNally, Martha in Edward Albees Wer hat Angst vor Virginia Woolf?).
Auch im Bereich des Musiktheaters war sie auf der Bühne zu erleben, u.a. in Aribert Reimanns Oper Troades, in der Titelpartie von Arthur Honeggers Oratorium Jeanne d’Arc au bûcher und als Jenny in Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny von Brecht/Weill.
Ihre Musicalausbildung erhielt Daniela Ziegler in New York. Zu ihren wichtigsten Rollen in diesem Genre zählt u.a. Eva Perón in der Erstaufführung von Andrew Lloyd Webbers Evita (DE) in Wien, Berlin und München. Für ihre Rolle als Norma Desmond in Andrew Lloyd Webbers Sunset Boulevard (DE, Regie: Trevor Nunn) erhielt sie 1997 den IMAGE (International Musical Award Germany). Als Erzherzogin Sophie in dem Musical Elisabeth spielte sie am Raimund Theater in Wien, in Shanghai und in konzertanten Aufführungen open air in Schönbrunn. Für ihre Rolle als Marlene Dietrich in Spatz und Engel am Grenzlandtheater Aachen erhielt sie den Kurt-Sieder-Preis für herausragende schauspielerische Leistung. Populär wurde Daniela Ziegler nicht zuletzt durch zahlreiche Hauptrollen in Fernseh- und Kinofilmen. Chanson- und Liederabende führten sie u. a. nach Zürich, Hamburg, München, Berlin, zu den Wiener Festwochen und zum Kurt Weill Fest Dessau. Sie war außerdem Jurymitglied bei Filmfestivals, Musical-, Chanson- und Operettenwettbewerben.
1978 und 1979 erhielt Daniela Ziegler den Hersfeld-Preis, 2024 wurde sie für ihr Lebenswerk mit dem Immenhof-Filmpreis und 2025 von der Deutschen Musicalakademie mit dem Deutschen Musical Theater Preis in Form eines Ehrenpreises für ihr „außergewöhnliches Lebenswerk“ ausgezeichnet; auch das Eat My Shorts – Hagener Kurzfilmfestival zeichnete sie 2025 für ihr Lebenswerk aus.