Dalia Schaechter

Mezzosopran

© Teresa Rotwangl

Die israelische Mezzosopranistin Dalia Schaechter begann ihre Karriere als Mitglied des Opernstudios der Wiener Staatsoper, wo sie kleinere Partien sang und mit namhaften Dirigenten arbeitete. Bald wurde Claudio Abbado auf sie aufmerksam und verpflichtete sie für Konzerte, Schallplattenaufnahmen und Opern in Wien, Paris und New York. Sie trat an der Wiener Staatsoper, der Berliner Staatsoper, der Deutschen Oper Berlin, dem Théâtre du Châtelet in Paris und dem Teatro Comunale in Bologna sowie bei den Salzburger und Bayreuther Festspielen auf.

Seit der Spielzeit 1995/96 ist sie festes Ensemblemitglied der Oper Köln, wo sie in Rollen wie Ulrica (Un ballo in maschera), Venus (Tannhäuser), Kundry (Parsifal), Eboli (Don Carlo), Ortrud (Lohengrin), Santuzza (Cavalleria rusticana), Lady Macbeth (Macbeth), Küsterin (Jenůfa), Klytämnestra (Elektra), Fricka und Waltraute in Der Ring des Nibelungen und Josefa Miranda in Peter Eötvös Love and Other Demons überzeugte. Zu weiteren wichtigen Partien ihres Repertoires zählen Herodias (Salome), Ježibaba (Rusalka), Mary (Der fliegende Holländer), Adelaide (Arabella), Amneris (Aida), Larina (Eugen Onegin), Mrs. Quickly (Falstaff) und The Old Lady (Candide).

2025 feierte sie ihr 30-jähriges Jubiläum als Ensemblemitglied der Oper Köln. Gastengagements führten sie zudem als Herodias an die Bayerische Staatsoper und das Opernhaus Zürich, als Azucena (Il trovatore) an das Staatstheater Nürnberg und als Auntie (Peter Grimes) an das Palau de les Arts Reina Sofía in Valencia, nach Wiesbaden, Saarbrücken, Palermo und Tel Aviv. Sie sang die Rolle der Nell in der Neuproduktion von György Kurtágs Fin de partie an der Berliner Staatsoper, Herodias und Kabanicha (Káťa Kabanová) am Theater Bielefeld und dem Staatstheater Kassel und war in der Uraufführung von Zesses Seglias‘ Kammeroper To the Lighthouse bei den Bregenzer Festspielen zu erleben.

Neben ihrer Tätigkeit auf der Opernbühne beschäftigt sie sich seit vielen Jahren mit der Gattung Volkslied. Zahlreiche Soloabende mit jiddischen Liedern, die sich in Köln höchster Beliebtheit erfreuen, ergänzen ihr künstlerisches Profil.

Dalia Schaechter studierte Gesang an der Hochschule für Musik und Theater München bei Yaron Windmüller und Brigitte Fassbaender. Seit 2008 ist sie Kammersängerin der Stadt Köln.

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Stand: Juli 2026