Cyril Auvity

Tenor

Der französische Tenor Cyril Auvity debütierte bereits in jungen Jahren beim Festival d’Aix-en-Provence als Telemaco in Monteverdis Il ritorno d’Ulisse in patria unter William Christie. Seitdem gastiert er regelmäßig auf renommierten Bühnen wie dem Concertgebouw Amsterdam, dem MusikTheater an der Wien, der Opéra Comique und dem Théâtre des Champs-Élysées sowie bei internationalen Festivals wie dem Aldeburgh und dem Lucerne Festival, den Münchner Opernfestspielen und den Salzburger Festspielen.

Er arbeitete mit Regisseuren wie Calixto Bieto, Robert Carsen und Sidi Larbi Cherkaoui sowie mit Dirigent·innen wie Ivor Bolton, Ottavio Dantone, Leonardo García-Alarcón, Emmanuelle Haïm, Hervé Niquet, Christophe Rousset und Jordi Savall.

Höhepunkte in 2025/26 beinhalteten Auftritte in Lullys Armide unter Vincent Dumestre in Paris, Toulouse und Versailles. Zudem kehrt er mit Christina Pluhar nach Salzburg zurück und ist mit Les Épopées unter Stéphane Fuget in Monteverdis L’Orfeo in Dijon zu erleben.

In seiner regelmäßigen Zusammenarbeit mit William Christie konnte man ihn als Telemaco am Teatro Real in Madrid, in Lullys Atys, Campras Les Fêtes Vénitiennes, Charpentiers Les Arts Florissants und David et Jonathas, als Tespis und Mercure in Rameaus Platée sowie in der Titelpartie von Rameaus Pygmalion erleben.
Pygmalion sang er zudem am Théâtre du Châtelet und in Nancy, Platée an der Staatsoper Stuttgart, Destouches’ Callirhoé in Montpellier und Gounods Le Medecin malgré lui auf einer Spanientournee. Sein Repertoire umfasst weiterhin Don Ottavio (Don Giovanni), Tamino (Die Zauberflöte), Basilio (Le nozze di Figaro), Carlos (Les Indes galantes) sowie Marin Marais’ Alcyone, Charpentiers Actéon und Médée, Purcells The Fairy Queen und Dido and Aeneas, Cavallis La Calisto und Händels Partenope.

Zu seiner Diskografie zählen Einspielungen von Lullys Bellérophon und Amadis mit Les Talens Lyrique sowie das Album Teatro d’Amore mit L’Arpeggiata.

Er gründete das Ensemble L’Yriade, mit dem er drei Kantateneinspielungen vorlegte: Orphée, Barbara ninfa ingrata und Stances du Cid, die mit dem Diapason d’Or ausgezeichnet wurde.

Cyril Auvity wurde in Montluçon geboren, studierte Physik an der Université de Lille und Gesang am Conservatoire de Lille. 1999 gewann er den Concours International de Chant in Clermont-Ferrand.

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Stand: Dezember 2025