Carlotta Colombo

Sopran

© Giacomo Miglierina

Die Sopranistin Carlotta Colombo studierte Gesang am Conservatorio di Como und Philosophie an der Università degli Studi in Mailand. 2022 zählte sie zu den Finalist·innen des Internationalen Cesti-Gesangswettbewerbs in Innsbruck. Im Alter von 23 Jahren debütierte sie als La Musica / Euridice in Monteverdis L’Orfeo und tritt seitdem regelmäßig mit renommierten Alte-Musik-Ensembles auf.

Zu den ersten Höhepunkten ihrer Laufbahn zählten Fortuna / Drusilla (L’incorona­zione di Poppea) unter George Petrou an der Oper Köln, La Musica / Euridice unter Gian­luca Capuano bei den Salzburger Pfingst­festspielen und an der Opéra de Monte-Carlo, Maddalena in Händels La resurrezione am Teatro Comunale in Ferrara und Melissa in Händels Amadigi di Gaula an der Oper Sofia.

2023 gab sie in dem Konzert Scintille barocche mit den Cameristi della Scala unter Giulio Prandi ihr Hausdebüt an der Mailänder Scala. In einem Konzert mit Carissimis Jephte und Purcells Dido and Aeneas war sie an der Seite von Joyce DiDonato mit il Pomo d’Oro unter Maxim Emelyanychev im Barbican Centre in London, am Théâtre des Champs-Élysées in Paris, am Teatro Real in Madrid und in der Elbphilharmonie in Hamburg zu erleben.

Unter Ottavio Dantone interpretierte sie Amanzio in Vivaldis Il Giustino im Auditorio Nacional de Música in Madrid und in der Sociedad Filarmónica in Bilbao. Weitere Auftritte führten sie in das Wiener Konzerthaus und in den Pierre Boulez Saal in Berlin.

In der Einspielung von Pergolesis Livietta e Tracollo mit dem Boston Early Music Festival Chamber Ensemble beim Label CPO ist Carlotta Colombo als Livietta zu hören. Zu den weiteren CD-Aufnahmen, an denen sie mitgewirkt hat, zählen eine Einspielung von frühen Händel-Kantaten (Brilliant Classics), Zelenkas Missa Omnium Sanctorum (Glossa), Fux’ La corona d’Arianna (Arcana) und das Vivaldi-Album Musica sacra per coro e orchestra I mit Giulio Prandi (Naïve Vivaldi Edition). 2025 erschien ihr erstes Solo-­Album Arianna a Roma mit dem Ensemble Anima & Corpo unter Gabriele Pro (Arcana).

Jüngste Engagements umfassten ihr Debüt in der Titelrolle in Händels Rodelinda am Theater Kiel, Cleonilla in Vivaldis Ottone in villa unter Diego Fasolis am Teatro La Fenice in Venedig, Aristea in einer Neu­produktion von Pergolesis L’Olimpiade am Teatro G. B. Pergolesi in Jesi und Ismene in Girolamo Abos’ Pelopida beim Valletta Baroque Festival.

Darüber hinaus war sie in einem Scarlatti-­Konzert mit Ottavio Dantone bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik und in einem Rezital mit Alessandro Quarto in Rom zu erleben.

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Stand: Mai 2026

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