Benjamin von Blomberg
Dramaturg
Benjamin von Blomberg studierte Historische Musikwissenschaft, Germanistik und Betriebswirtschaftslehre in Hamburg. Noch zu Studienzeiten gründete er gemeinsam mit dem Regisseur Benedikt von Peter die freie Operngruppe evviva la diva und betreute als Produzent und Dramaturg Produktionen u.a. in Berlin, Düsseldorf und Hamburg. Von 2006 bis 2010 war er am Thalia Theater in Hamburg unter den Intendanten Ulrich Khuon und Joachim Lux als Dramaturg tätig. Ab 2010 arbeitete er als freier Dramaturg in Berlin, Hamburg, Hannover und Zürich. Bei den Salzburger Festspielen war er an Nicolas Stemanns Inszenierungen Die Räuber nach Schiller (2008) und Goethes Faust I + II (2011) beteiligt.
Vor seiner Tätigkeit als Dramaturg begann Benjamin von Blomberg, bei Peter Petersen an der Universität Hamburg über die Rolle der Musik im Werk von Elfriede Jelinek zu promovieren. Gemeinsam mit Nicolas Stemann erarbeitete er in der Folge mehrere Uraufführungen von Texten der Nobelpreisträgerin, die mehrfach zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurden. Für die Zusammenarbeit bei Faust I + II wurde Benjamin von Blomberg 2012 von der Fachzeitschrift Theater heute zum „Dramaturgen des Jahres“ gewählt. Im selben Jahr wurde er Chefdramaturg und Leiter der Sparte Schauspiel am Theater Bremen unter der Intendanz von Michael Börgerding. 2015 wechselte er als Chefdramaturg an die Münchner Kammerspiele (Intendanz Matthias Lilienthal) und von 2019 bis 2024 war er, gemeinsam mit Nicolas Stemann, Intendant des Schauspielhauses Zürich.
Seither ist von Blomberg als freischaffender Dramaturg in ausgewählten Produktionen etwa in Wien, Bremen, Bochum oder Tokio mit ihm verbundenen Theaterschaffenden tätig, darunter Leonie Böhm, Christopher Rüping, Nicolas Stemann oder Alize Zandwijk. Darüber hinaus Veröffentlichungen in Fachmagazinen und Jury- und Vortragstätigkeiten, sowie Lehrtätigkeiten u.a. am Mozarteum Salzburg.