Benedikt Zehm
Lichtdesign
Benedikt Zehm absolvierte zunächst ein Diplomstudium in Chemie an der Technischen Universität München. 1990 begann er, an der Bayerischen Staatoper in München zu arbeiten, wo er seit 1999 als Beleuchtungsmeister tätig ist. Darüber hinaus betreute er Produktionen an der Staatsoper Hamburg, der Deutschen Oper Berlin, am Gran Teatre del Liceu in Barcelona, am Teatro Real in Madrid, an der Niederländischen Nationaloper in Amsterdam, an der Königlichen Oper in Kopenhagen, der Royal Opera, Covent Garden, am Theater St. Gallen, an der Oper Graz, der Berliner Staatsoper, bei den Salzburger Festspielen und an der Monnaie in Brüssel.
Eigene Lichtdesigns kreierte er u.a. für La traviata und L’incoronazione di Poppea am Cuvilliés-Theater in München, L’elisir d’amore bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen, Giovanna d’Arco an der Oper Wrocław, die Uraufführung von Alexander Strauchs Neda – der Ruf, die Stimme bei der Münchener Biennale, Così fan tutte an der Koreanischen Nationaloper in Seoul, Le nozze di Figaro am Theater an der Wien, Rigoletto beim Opernfestival in Glyndebourne, Paul Dessaus Die Verurteilung des Lukullus an der Staatsoper Stuttgart und für Káťa Kabanová an der Opéra national de Lyon.
Er gestaltete auch das Lichtdesign für zahlreiche Ballettproduktionen, darunter Gefährliche Liebschaften und Schlafes Bruder am Theater St. Gallen, Die Jahreszeiten, Undine und Carmen an der Oper Graz und Duo beim Bayerischen Staatsballett.
An der Bayerischen Staatsoper gestaltete er außerdem das Licht u.a. für Die Schweigsame Frau, die Opern-Air-Produktion Wagner vs. Verdi, Pelléas et Mélisande, Hauke Berheides Mauerschau, Mauricio Kagels Mare Nostrum, Saskia Bladts und Torsten Herrmanns Tonguecat, Menottis The Consul, Nikolaus Brass’ Die Vorübergehenden, Ambroise Thomas’ Mignon, Miroslav Srnkas Singularity, Georg Friedrich Haas’ Thomas und für einen Doppelabend mit Respighis Lucrezia und Orffs Der Mond.
Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit Romeo Castellucci, mit dem er Produktionen wie Scarlattis Il primo omicidio an der Staatsoper Berlin und an der Pariser Opéra, Tannhäuser bei den Osterfestspielen Salzburg, Das Rheingold an der Monnaie, Le lacrime di Eros an der Niederländischen Nationaloper, Pelléas et Mélisande an der Mailänder Scala und Don Giovanni bei den Salzburger Festspielen realisierte.