Annika Lu

Kostüm- und Bühnenbildnerin

© Asja Caspari

Annika Lu studierte Modedesign an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und an der Royal Danish Academy of Fine Arts in Kopenhagen. Assistenzen führten sie u. a. an das Theater Basel, das Burgtheater Wien und das Deutsche Schauspielhaus Hamburg.

Die Arbeiten der freischaffenden Kostüm- und Bühnenbildnerin bewegen sich zwischen Theater und bildendender Kunst. Schon früh zeigte sich ihre Handschrift – etwa bei der Kostümmalerei für Das Internat 2018 am Schauspiel Dortmund in der Regie von Ersan Mondtag, mit dem sie auch die visuellen Welten für Inszenierungen wie Elfriede Jelineks Wut am Schauspiel Köln und Rued Langgaards Oper Antikrist an der Deutschen Oper Berlin (ausgezeichnet mit dem Oper! Award 2023 für das beste Kostümbild) entwickelte. Bei dieser Inszenierung wie bei einigen folgenden Arbeiten realisierte sie neben dem Kostümbild auch die Kostümmalerei.

Seit 2021 hat Annika Lu Bühnen- und Kostümbilder für Regisseur·innen wie Emre Akal, Tobias Staab, Ulrich Rasche, Maria Viktoria Linke, Neil Barry Moss, das Performance-Kollektiv les dramaturx, Christian Weise und Anna-Sophie Mahler u. a. an den Münchner Kammerspielen, dem Schauspielhaus Bochum, dem Schauspiel Magdeburg und der Bayerischen Staatsoper gestaltet. In der Spielzeit 2024/25 arbeitete sie verstärkt im Bereich Musiktheater und realisierte u. a. das Bühnen- und Kostümbild für Orpheus in der Unterwelt in Leipzig sowie die Kostüme für Der fliegende Holländer am Landestheater Coburg. Für ihr Bühnenbild zu Die Schattenpräsidentinnen (Regie: Christian Weise) am Nationaltheater Mannheim wurde sie für den Deutschen Theaterpreis Der Faust 2025 nominiert.

2026 gestaltet Annika Lu bei Faust I erstmals Kostüme für eine Produktion bei den Salzburger Festspielen.

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Stand: Juni 2026

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