Ammiel Bushakevitz
Pianist
Ammiel Bushakevitz wurde in Jerusalem geboren und wuchs in Südafrika auf. Er begann im Alter von vier Jahren mit dem Klavierspiel und studierte in Berlin, Leipzig und Paris. Zu seinen Lehrern zählten Pierre-Laurent Aimard, Helmut Deutsch und Alfred Brendel. Als einer der letzten privaten Studenten von Dietrich Fischer-Dieskau begleitete er 2011 dessen Meisterklassen an der Universität der Künste in Berlin und bei der Schubertiade Schwarzenberg.
Seitdem ist er als Solist, Kammermusiker und Liedbegleiter in den renommiertesten Konzertsälen und bei bedeutenden Festivals weltweit zu Gast, darunter die Salzburger Festspiele, das Lucerne Festival, das Festival d’Aix-en-Provence, das Oxford International Song Festival, das Festival Musica Classica de Montréal, das Shanghai Music Festival und das Melbourne Arts Festival.
In der Konzertsaison 2025/26 führten ihn Engagements mit Anna Lucia Richter nach Kopenhagen, mit Laetitia Grimaldi zum Heidelberger Frühling, mit Catriona Morison ins Concertgebouw Amsterdam, mit Samuel Hasselhorn in den Pierre Boulez Saal in Berlin, die Salle Cortot in Paris und zur Schubertiade Hohenems sowie mit Konstantin Krimmel nach Basel, Girona, Salzburg, in die Wigmore Hall, das Kulturzentrum 92NY, das Prinzregententheater, zu den Münchner Opernfestspielen und nach Schwarzenberg.
Sein Debüt-Album mit Werken von Schubert wurde zum Soundtrack des österreichischen Films Gwendolyn. Seither sind mehrere preisgekrönte Solo CD-Aufnahmen und Liedalben entstanden. 2022 veröffentlichte er mit Laetitia Grimaldi Ombres. Women Composers of La Belle Époque. Mit Konstantin Krimmel spielte er das Album Mythos: Schubert & Loewe (Alpha Classics) ein, das 2025 den Edison Klassiek gewann.
Gemeinsam mit Samuel Hasselhorn arbeitet er an dem Projekt Schubert 200, das bis zu dessen 200. Todestag 2028 Einspielungen von fünf Liederalben (harmonia mundi) sowie das gesamte Soloklavierwerk (hänssler Classic) beinhalten soll. Bisher erschienen die Alben Die schöne Müllerin (2023, Diapason d’Or), Licht und Schatten (2025) und Hoffnung (April 2026) sowie das Solo-Album Fantasies (2025).
Ammiel Bushakevitz ist Mitglied der Société Académique Arts-Sciences-Lettres Paris, Ehrenmitglied des Richard-Wagner-Verbandes, Edison Fellow of the British Library in London, Künstlerischer Leiter des internationalen Kunstvereins Les Voix d’Orphée und gibt regelmäßig Meisterklassen für junge Pianist·innen.