Alexander Roslavets
Bassist
Der belarussische Bassist Alexander Roslavets studierte am Staatlichen Rimski-Korsakow-Konservatorium in Sankt Petersburg. Von 2014 bis 2016 war er Mitglied des Young Artists Opera Programme des Bolschoi-Theaters in Moskau und gab dort sein Debüt als Marchese d’Obigny (La traviata) unter Tugan Sokhiev. Darüber hinaus war er dort in Peter Steins Inszenierung von La Damnation de Faust sowie in der Uraufführung von Sergej Slonimskys King Lear am Moskauer Konservatorium unter Vladimir Jurowski zu erleben.
Seit 2016/17 ist er Ensemblemitglied der Staatsoper Hamburg, wo er Rollen wie Monterone (Rigoletto), Ferrando (Il trova-tore), Raimondo (Lucia di Lammermoor), Basilio (Il barbiere di Siviglia), Colline (La bohème), Frère Bernard (Saint François d’Assise), Fafner (Das Rheingold und Siegfried) und Boris Ismailow (Lady Macbeth von Mzensk) sowie in Verdis Messa da Requiem sang.
In der Saison 2024/25 war er als Sarastro (Die Zauberflöte), Talbot (Maria Stuarda) und Fürst Gremin (Eugen Onegin) in Hamburg sowie in Prokofjews Iwan der Schreckliche unter Daniele Rustioni an der Accademia Nazionale di Santa Cecilia zu erleben. Im Sommer 2025 gibt er sein Debüt bei den Salzburger Festspielen, im Herbst wird er als Boris Ismailow an die Mailänder Scala zurückkehren.
Highlights der jüngeren Zeit beinhalteten seine Debüts an der Mailänder Scala in der Titelrolle von Cherubinis Ali Baba, an der Metropolitan Opera in New York als King René (Iolanta) und beim Glyndebourne Festival als Vodník (Rusalka), eine Rolle, die er auch unter Robin Ticciati beim Musikfest Berlin sang. In Berlin sang er zudem Ramfis (Aida) und Colline an der Deutschen Oper und König Dodon (Der goldene Hahn) an der Komischen Oper. Turandot und Boris Gudonow führten ihn an das Royal Opera House, Covent Garden, Frère Laurent (Roméo et Juliette) nach Malmö, War and Peace nach Genf sowie 2023 zu seinem Debüt an die Bayerische Staatsoper und Kotschubej (Mazeppa) 2024 zu den Tiroler Festspielen Erl.
Alexander Roslavets ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe, darunter 2018 der Internationale Musikwettbewerb in Harbin und 2017 der norwegische Königin-Sonja-Gesangswettbewerb sowie der Elena-Obraztsova-Wettbewerb. Er gewann den Sonderpreis beim Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb und den Zweiten Preis beim internationalen Gesangswettbewerb CLIP in Portofino.