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BIOGRAFIE

Cecilia Bartoli

Wenn Cecilia Bartoli singt, ist vieles anders. Kritiker suchen nach neuen Metaphern, weil das gängige Vokabular nicht ausreicht. In ihrer Kehle, heißt es, müsse „ein Nest von Nachtigallen verborgen“ sein. Und überhaupt: Ihr angemessen seien schlicht und einfach „Liebesbekenntnisse“. In nüchternen Worten lässt sich das Phänomen Bartoli nicht fassen, auch nicht in Fakten und Zahlen. Aber sie belegen auf ihre Weise, wie viel Cecilia Bartoli mit ihrer Musik bewegt.
Von ihren Bild- und Tonträgeraufnahmen wurden mehr als 10 Millionen weltweit verkauft. Cecilia Bartoli ist, an Zahlen gemessen, die erfolgreichste Klassik-Künstlerin der Gegenwart und eine der populärsten Sängerinnen unserer Zeit. Dabei kommt sie ohne jede marktübliche Popularisierung aus. Offen für Entdeckungen, macht sie erlesene, thematisch durchdachte Projekte zu Welterfolgen. The Vivaldi Album, Italian Arias (von Gluck), The Salieri Album, Opera proibita, Maria, Sacrificium, Mission und St. Petersburg wurden mit zahlreichen Schallplattenpreisen ausgezeichnet, darunter fünf Grammys.
Ihre Konzerte führen sie in die bedeutendsten Säle Europas, Amerikas, Asiens und Australiens.
Zuletzt waren es vor allem Spitzenensembles der historischen Aufführungspraxis, die sie auf ihren Erkundungen begleitet haben, unter ihnen die Akademie für Alte Musik Berlin, Les Arts Florissants, I Barocchisti, der Concentus Musicus Wien, das Freiburger Barockorchester, Il Giardino Armonico, das Kammerorchester Basel, Les Musiciens du Louvre Grenoble und das Zürcher Orchester La Scintilla. Selbstverständlich hat Cecilia Bartoli auch mit vielen führenden Symphonieorchestern musiziert. Höhepunkte dieser Arbeit waren Programme, die sie mit den Wiener Philharmonikern entwickelt und realisiert hat.
2012 wurde Cecilia Bartoli Künstlerische Leiterin der Salzburger Pfingstfestspiele. Ihre besondere Fähigkeit, Künstlerisches mit Konzeptionellem zu verbinden, findet hier ein ideales Wirkungsfeld. Salzburg ist nun auch wichtiger Schauplatz ihrer Tätigkeit als Opernsängerin. 2013 fand hier Cecilia Bartolis Bühnendebüt als Norma statt – ein Meilenstein ihrer Karriere. Stationen ihrer Bühnenlaufbahn waren zuvor schon die Metropolitan Opera in New York, das Royal Opera House, Covent Garden, in London, die Mailänder Scala, die Bayerische Staatsoper in München, das Opernhaus Zürich und das Théâtre des Champs-Elysées in Paris.
Einen „Karriereplan“, erinnert sich die in Rom geborene Sängerin, habe es nicht gegeben: nur den Wunsch, Musik zu machen. Ihre Mutter, Silvana Bazzoni, unterrichtete sie im Gesang und blieb ihre einzige Lehrerin. Daniel Barenboim, Riccardo Muti, Herbert von Karajan und Nikolaus Harnoncourt suchten schon früh die Zusammenarbeit mit ihr. Jüngere Dirigentenkollegen schlossen sich an: Giovanni Antonini, Marc Minkowski und Diego Fasolis wurden wichtige Wegbegleiter.
Die Künstlerin erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Léonnie-Sonning-Musikpreis (2010) und den Herbert-von-Karajan-Preis (2012). 

Stand: Juli 2015

Cecilia Bartoli, © Uli Weber / Decca

Cecilia Bartoli, © Uli Weber / Decca

BILDERGALERIE

Cecilia Bartoli