Antony Gormley, Practice, 1997, paraffin, black pigment, linseed oil and soya oil on paper, 57 × 76 cm, © the artist
ZUR PRODUKTION

„Ich will nicht die Choreografie, ich will die Magie sehen.“

Sharon Eyal zählt zu den gefragtesten Choreografinnen unserer Zeit und entstammt der legendären Batsheva Dance Company des israelischen Choreografen Ohad Naharin, dessen Assistentin sie auch jahrelang war. 2013 gründete sie mit ihrem kongenialen Partner Gai Behar, der zuvor als Party-Veranstalter das Nachtleben von Tel Aviv geprägt hatte und als Kurator multidisziplinärer Kunstevents in Erscheinung getreten war, die ebenfalls in Tel Aviv beheimatete L–E–V Dance Company. Seit der Gründung kreierten sie mehr als 200 Produktionen, die regelmäßig weltweit zu sehen sind und mit hymnischen Kritiken bedacht werden. In ihren tänzerischen Erkundungen untersuchen sie die Schnittmenge von Bewegung, Musik und Raum. Dabei verbinden sie in ihrem einzigartigen und charakteristischen Stil klassischen Tanz mit der Underground-Clubkultur und verschieben kontinuierlich die Grenzen des zeitgenössischen Tanzes.
„Längst zu einem ihrer Markenzeichen geworden“, so der Tanzexperte Klaus Dilger, „sind die wunderbar ausgreifenden und fließenden Armbewegungen, die ihre Tänzer auf engstem Raum zelebrieren, ohne sich dabei zu berühren, sind die unglaublich kompakten Gruppenchoreografien, aus denen Einzelne herauswachsen“ und die zu faszinierenden Tableaux vivants gerinnen. Als „gruppendynamische Powerplays“ werden die Kreationen beschrieben, die von „ungeheurer physischer und emotionaler Gewalt aus der Mitte des Seins“ zeugen. Von „atemberaubenden Moves“ ist die Rede und von „berauschender Musik“, die zumeist aus verschiedenen Stilen und Songs gemixt ist. Im Zusammenklang mit Licht und Kostüm — langjährige Partner sind auch der Lichtdesigner Alon Cohen und die Dior-Designerin Maria Grazia Chiuri — ergeben sie prachtvolle Gesamtkunstwerke. Into the Hairy ist die neueste Kreation betitelt, die in Zusammenarbeit mit dem in London lebenden Künstler, Produzenten und Komponisten Koreless konzipiert wurde.

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