Tabea Zimmermann

Viola

© Marco Borggreve

Die Bratschistin Tabea Zimmermann prägt als international gefragte Solistin, Kammermusikerin und Pädagogin das Musikleben weit über das Konzertpodium hinaus. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Werken, die für sie eng mit der Weiterentwicklung klassischer Interpretationsansätze verknüpft ist. Zahlreiche Werke von Komponisten wie György Ligeti, Heinz Holliger, Wolfgang Rihm, Enno Poppe und Michael Jarrell wurden ihr gewidmet und von ihr uraufgeführt.

Kammermusik ist ihr ebenso wichtig wie das Play-Lead-Prinzip, bei dem sie Orchesterprojekte aus der Mitte des Ensembles heraus leitet. In der Saison 2025/26 war sie in dieser Rolle mit dem Ensemble Resonanz und dem Stuttgarter Kammerorchester zu erleben. Weitere Höhepunkte der Saison waren Auftritte mit Bartóks Bratschenkonzert mit dem Oslo Philharmonic unter Jukka-Pekka Saraste und die Urauffürung von Georges Aperghis’ Tell Tales bei den Donaueschinger Musiktagen. Sie setzte ihre künstlerischen Partnerschaften mit dem Saint Paul Chamber Orchestra und mit dem Pianisten Thomas Hoppe fort und ging mit Javier Perianes und mit dem Belcea Quartett auf Tourneen.

Als Residenzkünstlerin war Tabea Zimmermann bereits beim Royal Concertgebouw Orchestra, den Berliner Philharmonikern und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks zu Gast und als Artiste Étoile beim Lucerne Festival 2025 u. a. mit der Schweizer Erstaufführung von Dieter Ammanns No templates zu erleben.

Ihre umfangreiche Diskografie wurde im November 2025 durch die Einspielung von Enescus Streichoktett mit dem Ensemble Resonanz bei Harmonia Mundi ergänzt.

Als Präsidentin der Schweizer Hindemith-Stiftung und Vorsitzende des Stiftungsrats der Ernst von Siemens Musikstiftung gestaltet sie kulturpolitische Prozesse aktiv mit. Darüber hinaus fördert sie Musikprojekte mit der von ihr gegründeten David Shallon Stiftung. Für ihr Engagement wurde sie vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland und der Ehrenmitgliedschaft des Deutschen Musikrates.

Tabea Zimmermann stammt aus Südbaden und debütierte mit elf Jahren in der Berliner Philharmonie. Es folgten bedeutende Wettbewerbserfolge in Genf, Paris und Budapest, ehe sie mit 21 Jahren zur jüngsten Professorin Deutschlands berufen wurde. Aktuell lehrt sie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt sowie an der Kronberg Academy.

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Stand: August 2026

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