Sibylle Baschung

Dramaturgie

© Rudi Renoir Appolt

Sibylle Baschung wurde 1972 in Grenchen (Schweiz) geboren. Während ihres Geschichts- und Germanistikstudiums arbeitete sie als Regieassistentin am Theater Basel unter der Leitung von Stefan Bachmann, danach als Dramaturgieassistentin und Dramaturgin am Theater Neumarkt in Zürich.

Ab 2001 war sie am Schauspiel Frankfurt unter der Intendanz von Elisabeth Schweeger engagiert und maßgeblich an Konzeption und Programmgestaltung der Spielstätte Schmidtstraße 12 – heute Frankfurt LAB – beteiligt, zuerst gemeinsam mit Armin Petras und später mit Florian Fiedler. Mit Inszenierungen von Christiane J. Schneider, Philipp Preuss, Florian Fiedler, Robert Lehniger, Antú Romero Nunes und Christopher Rüping, an denen sie mitwirkte, wurde sie in den Jahren 2005 bis 2012 zum Festival Radikal jung in München eingeladen. Von 2006 bis 2012 hatte sie einen Lehrauftrag für Aufführungsanalyse an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main.

Unter der Intendanz von Oliver Reese am Schauspiel Frankfurt übernahm sie 2009 die Leitung des Schauspiel Studios. 2012 wurde sie Chefdramaturgin und arbeitete u. a. mit Karin Henkel, Falk Richter, Christopher Rüping und Michael Thalheimer (dessen Inszenierung von Euripides’ Medea zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurde); im selben Jahr war sie Mitglied der Jury zur Vergabe des Mülheimer Dramatikpreises.

Im Herbst 2017 wechselte Sibylle Baschung als Leitende Dramaturgin an das Berliner Ensemble, wo sie u. a. mit Barrie Kosky, Laura Linnenbaum, Luk Perceval, Johan Simons, Kay Voges und Fritzi Wartenberg zusammenarbeitet. Seit 2025 ist sie Stellvertretende Intendantin und lehrt an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Bei den Salzburger Festspielen war sie erstmals 2007 dramaturgisch für das Sprechtheaterstück WMF. Wiedersehen macht Freude (Regie: Stefanie Lorey und Björn Auftrag) im Rahmen des Young Directors Project tätig.

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Stand: Juni 2026

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